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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
Entstehung
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Dreizehnter Abschnitt.

Verhältnisse der Fränkischen Stammlande währendFriedrichs Abwesenheit.

Noch mißlicher fast, als die Lage der Mark Branden-burg sich während Friedrichs früherer Abwesenheit gestaltethatte, war in dieser Zeit das Verhältniß seiner FränkischenStammlande geworden. Dies hatte seinen Grund vor-züglich in den Baierischen Streitigkeiten, die schon in derburggräflichcn Zeit begannen, und die, so weit sie sich ge-gen unsern Friedrich richteten, seit der Erhebung desselbenzur kurfürstlichen Würde, feindseliger als je hervortraten.Denn niemand beneidete dem Fränkischen Nachbarcn seineErhebung zum Besitz der Mark Brandenburg eifersüchtiger,als der Herzog Ludwig von Baiern-Jngolstadt. Schonbei Friedrichs Belehnung mit der Mark hatte er offen ge-äußert, dieselbe hätte weit billiger dem Hause Baiern wie-der zu Theil werden sollen, dem Kaiser Karl IV. nicht dieGlockenseile dafür bezahlt habe.

Dieser Ludwig, zum Unterschied von seinem gleichna-migen „höckcrigten" Sohne, „der Bärtige" genannt, warder Bruder der berüchtigten Königin Jsabean oder Elisa-beth von Frankreich, der Gemahlin des Königs Karl VI.