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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
Entstehung
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Fünfzehnter Abschnitt.

Friedrichs neuer Kriegszug gegen Böhmen, SächsischeSuccession und wachsende Mißstimmung des Königs.

Nach zweimonatlichen Verhandlungen wurde auf dein Reichs-tage zu Nürnberg dem Könige endlich die Reichshülfe ge-gen die Hussiten aufs Neue zugesagt. Diese Hülfe sollteaber nicht bloß in einem einzelnen Hcercsznge bestehen, wiezum Entsatz der Burg Karlstein, des alten Aufbewahrung^ortes der Römischen und Böhmischen Rcichsinsignicn undReichöarchive, welchen die Prager mit Hülfe der Fremdenans Polen schon monatelang belagerten, zunächst erforderlicherschien. Es sollte vielmehr zum „täglichen Kriege" eineArt von stehendem Heer errichtet werden, das sich demKriege bis zur vollständigen Durchführung seines Zweckes,der Ausrottung der Hussitischcn Ketzerei, nmmterbrochcnwidme.

Zur Aufbringung dieser HcereSmacht wurde ein An-schlag geinacht, der zugleich als erste bekannte RcichSmatri-kel von Interesse ist. Die Kurfürsten von Brandenburgund von der Pfalz, mit dem Herzoge von Savohcn, hattendarnach die meisten Krieger zu stellen. Das Contingentder übrigen Reichsfürsten, Grafen, Herren und Reichs-

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