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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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Rheinischen Kurfürsten belagert wurde. Die Stadt glaubtesich von dein Erzbischofe durch einen Ban im Rheine beiDcutz, durch Anmaßung des Stapclrechtes und anderweitigin hergebrachten Rechten gekränkt. Als sie sich Schutz er-flehend an den König wandte, hatte sie von diesem nur dieuntröstliche Antwort erhalten: „Ich kann Euch nicht helfen.Die Kurfürsten betrachten sich selber als das Recht. Ziehtheim und sucht Euch selbst zu helfen, so gut Ihr könnt!Es wird in Zukunft hoffentlich in Deutschland einmal bes-ser werden." Friedrichs Einflüsse gelang jedoch, da dieUnterhandlungen zu Mainz noch nicht zum Ziele führten,ans einem andcrwciten Tage zu Boppart für die bedrängteStadt einen Vergleich zu Stande zu bringen, wodurch der-selben, unter der Bedingung ihres Beitrittes zu dem vonden Kurfürsten geschlossenen Münzvereinc, ihre Rechte er-halten blieben. Das sehr zerrüttete Münzwescn des Rei-ches erhielt während der Statthalterschaft Friedrichs, den12. Mai 1419 überhaupt eine neue Regelung.

Auch die Fehden in Baicrn und Franken suchte derReichsverweser durch Vergleiche zu beseitigen. Am 15.Juni 1419 hielt er einen Tag zu Nürnberg, wo mit ihmund seinem Bruder Johann die Pfalzgrafen bei Rhein,die Bischöfe von Würzburg, Bambcrg, Eichstädt, Spcierund Regcnöburg, so wie mit Ausnahme der Herzöge vonLandeshut und von Jngolstadt, alle Baicrischcn Herzögezusammen kamen. Da hier jedoch die beiden unversöhnli-chen Hauptpartheien, die Herzöge von Landcshnt und vonJngolstadt, sich an den Friedensvcrhandlungen nicht betei-ligten ; so blieb die Beruhigung des Landes unerreicht. Die