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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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gleiches, war in der That sehr langmüthig und milde —„sachtmodige und lhmplike", wie ein gleichzeitiger Bcobach-tcr das Verfahren des Burggrafen bezeichnet —- und wurdevon einem Theile der Zeitgenossen seiner Friedensliebe zuEhren gedeutet. Anderen dagegen erschien das Zögern undZuwarten, womit der Burggraf fortdauernd der Anwendungvon Zwangsmaßregeln sich enthielt, weit über das gebärendeMaaß der Geduld hinaus zu gehen, und darin ein Mangelan Muth und Entschlossenheit sich zu verrathen, der dasSelbstgefühl und den Widerstandsmuth seiner Widersachernur noch mehr zu heben geeignet war. In Wahrheit fandFriedrichs langes Dulden der ihm gegenüber getretenenWidersätzlichkeit jedoch gewiß, weder in einem Mangel anUnternehmungsmnth, noch in übertriebener Friedensliebeseinen Grund, sondern war sein Langmuth nur ein Zwangder Umstände, die ihm damals noch nicht, mit sicherer Vomaussieht günstigen Erfolges, den offenen Kampf aufzunehmengestatteten.

Mogte Friedrich auch ein stattliches Gefolge ausFranken mitgebracht haben; so war dasselbe doch schwer-lich den Streitkräftcn gewachsen, welche ihm hier gegenübergetreten Wären, wenn es zwischen dein Burggrafen und denWidcrsätzlichcn in der Mark zum Kampfe kam. Eine zahl-reiche, in Kriegen und Fehden geborne und erzogene Mann-schaft, geschützt durch starke Burgen, durch genaue Kenntnißder Localverhältnisse bevorzugt, von zahlreichem an Feldzügeund VertheidignngSkricg gewohnten Fußvolke unterstützt, —einen solchen Feind konnte Friedrich nicht mit einer Fränki-schen Reiterschaar sicher zu unterwerfen hoffen. Von Zu-