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fürsten Joachim I. und Johann George waren besoldete kai-serliche Räthe.
Seinem Betrage nach erscheint das dem BurggrafenFriedrich ausgesetzte Jahrgeld, wenn es sich gleich dem ge-wöhnlichen überhob, nicht besonders hoch.
Wäre es aber auch das höchste gewesen; immer hatteKönig Siegmund ihm mehr zu danken, als in solcher Weisevergolten und würdig anerkannt werden konnte. Es lagam Tage, daß nur dem Burggrafen Siegmunds Erhebungzum Oberhaupte des Römischen Reiches zuzuschreiben war:und es durfte sehr bezweifelt werden, daß Siegmund ohnedes Burggrafen Beistand jemals dazu gelangt sein würde.Sicgmund erkannte dies aufrichtig und vollständig an undFriedrich war daher der Gegenstand seiner wärmsten Liebeund Erkenntlichkeit. Dirmt in klnAi-ants Onssai-is Aimtia,sagen die gleichzeitigen Geschichtsschreiber Grade dasgehörte aber zu Siegmunds hervorstechenden Characterzügen,daß er gegen Männer seiner Gunst im Belohnen ihresVerdienstes überschwenglich war.
Für diese Eigenthümlichkeit in der Gemüthsart desKönigs scheint es hier am Orte, aus zahllosen Belägenwenigstens ein Beispiel noch hervorzuheben, indem wiran Caspar Schlick, den Helden des bekannten Romanes„Euryalus und Lucretia" von Aeneas Silvius, erinnern.Als Sohn eines Bürgers in Eger, dem freilich eine Ita-lienerin aus dem gräflichen Hause Colalto vermählt war,kam Caspar Schlick im Jahr 1416 als junger Mensch in
15) (Wnt. Loie. II, II, 145. Von <Ier ÜÄÄi'Nt,
eone. Oonstimo. IV, 1446.