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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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des Königs Kanzlei. Bald gelang es seiner liebenswürdi-gen Persönlichkeit, bei guter Bildung, des Königs Gunstzu erwerben und sich darin durch verdienstliche Leistungenzu befestigen. In kurzer Zeit stieg er nun von einer Eh-renstnfe zur andern bis zum Kanzleramte des RömischenReiches empor; gleichzeitig wurde er zum Ritter, zumFreiherrn, zum Reichsgrafen erhoben und häufte des Kö-nigs freigebige Hand so viel Grafschaften, Herrschaften undumfangsreiche Güter in seinem Besitz zusammen, daß Ca-spar Schlick zu den begütertsten Grafen des Reiches gehörte.Damit noch nicht zufrieden und um ihn wegen seiner un- -glücklichen Liebe zu einer schönen, aber verheiratheten undan Liebesgram gestorbenen Sieneserin zu trösten, gab derKönig ihm seine Muhme, die Herzogin Agnes von Schle-sien-Oels zur Gattin. Zur würdigen Ausstattung des jun-gen Ehepaares verlieh Siegmnnd diesem im Jahre 1437nicht nur die bedeutenden Rcichslehne aus der Toggenbur-gischcn Vcrlasscnschaft, sondern auch die Anwartschaft aufdas Fürstenthnm Wenden in Mecklenburgs. Ohne Zwei-fel würde Caspar Schlick in Kurzem unter die Fürsten undHerzöge des Reiches erhoben worden sein, wäre Siegmundnicht gleich nach den letzten Verleihungen gestorben. Somaßlos freigebig war Siegmund, wenn es galt, verdienst-volle Leistungen dankbar anzuerkennen und Männer von vor-züglicher Tüchtigkeit glänzend auszuzeichnen!

Bei dieser Gemüthsart Siegmnnds, bei der hervorra-genden Persönlichkeit des Burggrafen Friedrich und bei

16) (!oä. II, IV, 158. Veii. L^Ivii Hist. LoN. cs,p. 53.