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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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Um aber allen Kurfürsten, welche die Wahl vom 2t).September 1410 angefochten hatten, noch vollständiger ge-nüge zu thun und eine einstimmige Wahl zu erreichen,ließ Siegmnud, in zu großer Nachgiebigkeit, sich auch nocheine neue Wahl gefallen, welche am 21. Juli 1411 zuFrankfurt vorgenommen wurde. Es wurde hier sogar dieBrandcnburgische Knrstimme nochmals vertreten und da-durch gewissermaßen eingeräumt, daß die Vertretung dersel-ben bei Sicgmunds früherer Wahl eine nnbcrechtigte gewe-sen sei. Diese Nachgiebigkeit gegen seine frühereu Wider-sacher, War um so weniger zu rechtfertigen, als Siegmunddessenungeachtet fortfuhr, seine erste Wahl als gültig zubetrachten, nach ihr daher auch die Jahre seiner Königs-würde zählte. Daß der Burggraf Friedrich mit diesemActe der erneueten Wahl des Königs nicht einverstandenwar, erkennt man schon an dem Umstände, daß er sich,ebenso wie die Kurfürsten von Trier und von der Pfalz,jeder Theilnahme an dieser zweiten Wahl enthielt und da-her auch, obschou er bereits Verweser der Mark Branden-burg war, die Brandenburgische Kurstimme bei dieser Ge-legenheit auszuüben, einem Andern überließ. Siegmuudwählte dazu den Burggrafen Johann von Nürnberg.

Es ist bekannt, daß bei Sicgmunds zweiter Wahl zu Frank-furt sich alle fünfdort vertretene Kurstimmcn für ihn entschieden.

Also war der Plan der Erhebung Siegmunds zumOberhaupt des Römischen Reiches, welchen Burggraf Frie-drich etwa ein Jahr vorher unter den schwierigsten Umstän-den mit kühnem Muthe auszuführen begonnen hatte, mitdem besten Erfolge verwirklicht!