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wähnte Vergleich mit dem Könige Wenzel am 9> Juli1411 endlich zu Stande gebracht wurde. DaS Rechtsge-fühl und die Pietät der Deutsche» Nation sträubte sich im-mer noch, Wenzels Absetzung als eine rechtmäßige Hand-lung anzuerkennen. So Vielen sie aber als ein Act revo-lutionärer Gewalt erschien, so viel standhafte Anhängerzählte Wenzel fortwährend im Reich und so viel Wider-sacher standen jedem neuen Könige noch gegenüber.
In jenem Vergleiche nun hatte Wenzel, unter demVorbehalte der Kaiscrwürde und der Theilnahme au demTitel eiucs Römischeu Königs, die Reichsregieruug mit derKönigswürde seinem Bruder Siegmuud freiwillig zugestan-den und dadurch seine Anhänger au Siegmund verwiesen.Siegmund dagegen verpflichtete sich, seinem Bruder Wenzelzur Erlangung der Kaiserkrone, die seine in Ansehung derKönigskrone erlittene Schmach gleichsam wieder gut machensollte, bchülflich zu sein, und bei Lebzeiten Wenzels nichtnach der Kaiserwürde für sich selbst zu streben. BeideBrüder machten sich gegen einander verbindlich, die übrigenKurfürsten zur Genehmigung dieses Vertrages geneigt zustimmen, und ans jeden Fall dafür zu sorgen, daß dieOberherrschaft im Deutschen Reiche ihrem Hause nicht ent-zogen werde'2. IM diesem Vertrage, welcher dem Rei-che die lang entbehrte Einheit wieder gewährte, war fürSiegmuud viel Sympathie und außer der Böhmischen min-destens auch die Sächsische Kurslimme gewonnen, daherseine Anerkennung als Reichsoberhaupt gesichert.
13) kstssl's K. IVsveesI. II, lli'k. 13g.