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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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416
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XIX Von dem weyland pulsm'tzischen,

Iahns Bruder, Nalrhasar, wurde geboren 1569. Nach vierzehn Maymonatenkam er bey seiner Mutler Stiefbruder, Johann von Echonbcrg, als ?ltifwacter an;von diesem bey einen von Sranpiy, mit welchem er 1575 nach Frankreich zog. Es istbekannt, daß dort ein Zweig der von SchönbciF, oder wie der Ausländer schreibt,Schomberg, hohe Ehrcnsiellen bekleidete, die Herzogliche Würde von Halluin erhielt,auch nach der Hand in England und Portugal! gleichen Vorzug überkam. — Schwer-lich hat ein unsürstenmässiges Hans deutscher Edeln mehr überall berühmte Leute hervor-gebracht, als dieseS. — Sraupiy wurde erstochen; ein Anton Schönberg nahm sich deSjungen Vettern an, und beförderte ihn unter das väterliche Dach zurück. Hierauf kamer bey Markgraf George Friedrich von Brandenburg-Onolzbach als Kammerjunker.Nach fünf Fahren empfahl ihn dieser Fürst dem Bischöfe von Würzburg zum Stallmei-ster ; l 586 kehrte er wieder nach der Mark. Hier wurde ihm daS Amt eines Teich-und Fischmcisiers zu Theil. Sein Vater war kurz zuvor verstorben. 1598 nahm ihndie Churfürstin Cacharinü zu ihrem Hofmeister. Bald darauf scheint er in Ungnade ge-fallen und des Anschaucns seiner Herren auf eine Zeitlang beraubt geworden zu seyn;denn vermutlich war er eben der Dalthasar von Schlieben, von welchem eine noch vor-handene Bittschrift an die Churfürstin diesen Umstand abnehmen läßt (i). Seine Aus-söhnung mußte erfolgt seyn, weil er 1602 des Churfürsten Joachim Friedrichs Ober,schenk wurde. 1604 gediehe er wieder zum Hofmeister der Ehmfürstin Eleonore, her-nach zum Hofmarschall des Churfürsten Sigismunds, ferner 1611 zum Schloßhaupt-mann von Schönhausen ; leztlich 1639, nachdem seine Laufbahn sich durch so mannigfal-tige Hofstufen gewunden hatte, endigte sich dieselbe wie die, welche uns allen, vom Welt-beherrsche bis zu dem Ruderkncchte, beschieden ist — im Grabe; — und bey der Beer/digung crsonn ein Magister Vehr die gewöhnlichen Lobsprüche.

Ob von diesem Stansdorsischen Hause noch Jemand anders gelebt habe, oder viel-leicht noch lebe, ist zu unserer Kenntniß nicht gelangt. Wir kehren also zu der geradehinabsteigenden Reihe des pulsnitzischcn Zweiges zurück.

Für den Fortpflanzer desselben wird angenommen, ein Enstachius, welchen Va-lentin Aöntg dem ältern Valchasar zum Sohne giebt. Manche Sprößlinge der säch-sischen

(1) S. Beylage Nro. 71.