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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
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XVI. Von den Zweigen zu Sanditten

Von jeher liefert die Geschichte und ihre Vorläuferin die Fabel, Beyspiele, baß L'e-be die Höchsten für die Niedrigsten schmachten hieß; Göttinnen sollen für Sterbliche, Kö-nigstöchter für Hirtensöhne, Schwachheiten empfunden haben ; aber die Seltenheit derFalle, wo solche Handel zu gesetzmässigen Verbindungen gedeihen, und die gemeinhin da-mit verknüpften Schwierigkeiten , sind gerade das, was uns zur lebhaftesten Theilneh-mung reizt, vornämlich wenn die Märe besungen wird wieOberons Begebenheiten, oderwie ein von Harem sie besingen könnte»

Kein landesherrliches Haus in Europa ist edler, als das von Heften, denn werweiß nicht, daß darinn Rarls des Grossen Blut sich durch die Spiunscite gewiß, höchstwahrscheinlich aber auch durch die Schwcrdftite erhalt ? In Nicderlothringcn , wo dieKarolinger am letzten herrschten, zeigt es sich noch ehe sie dort ganz verschwinden. Löwen,die erste Besitzung desselben, war vielleicht selbst ein Stück des alten Stammeigenthumsjener, durch welches Seitenschwerdmagen abgefunden worden; gewiß überkam dieses HauSschon die herzogliche Würde von Braband, ehe die Anherrcn mancher jetzt machtigerer Ge-bieter gleiche Stufen erreichten. Oft gab es den Kriegsherren Anführer, den Känntnis-sen Beförderer; und wie verdient ein Uptlhclin IV sich um die Sternkunde, ein Carl I,ein Friedrich II um alle Wissenschaften gemacht haben, wird auch die späteste Zukunfterkennen»

Von dem homburgischen Zweige dieses FürstenstammcS wurde die Prinzessin He-dcwig Louise mir Schlichen bekannt. Liebe, die sich bald zu ihnen gcsellete, verlachteden Unterschied, den Gewohnheit eingeführt hatte, trozte allen Gefahren eineS zärtlichenUmganges, winkte dem bczaubertcn Paare nach Preussen zu eilen, damit die heiligenBanden der Ehe es dort auf immer zusammenknüpften, und es folgte dem Winke.

Preussen war gleichwohl nur eine sehr mißliche Zufluchtsstätte für solche Frevler,denn über dasselbe herrschte damals König Friedrich Upilhelm, ein naher Verwandterdes beleidigten Hauses, das Rache forderte. Noch hatte er sich des Vorgangs halbernicht erklärt; die Entschließung blieb ausgesetzt, bis er dort anwesend seyn würde, «ndman erwartete ihn mit nächstem aus Berlin.

Der Monarch hatte Seelengrösse, tausend Handlungen zeugen davon, aber Heftig-keit gieng manchmal bey ihm zum Fehler, zur äussersten Strenge über ; und Besorgniß

störte