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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
Seite
355
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XII. Von dem ausgestorbenen danziger Zweige. ZZZ

Dle ersten Stufen der öffentlichen Aemter seines Gemeinwesens betrat er bald her-nach. Sie führten ihn im Jahre 1734 zu der Rathshevren Stelle, eben zu der Zeit, dgsich die Stadt in der allermißlichstcn Lage befand»

Der polnische Edelmann Gtanislaus Lescynsky war ans den Thron seines Va-terlandes durch die Siege AarlsXIl Königs von Schweden erhoben, durch dessen Nieder-Verlage aber endlich wieder davon verdrnngen und aus Polen Vertrieben worden. Einanderer nicht weniger sonderbarer Glückszusall hatte ihm während seiner Verbannungden König Ludwig XV von Frankreich zum Eidam bescheert» Er lebte in dessenStaaten, als die Krone, welche er getragen hatte, nach dem Tode seines glücklichernGegners, Königs August II Churfürsten von Sachsen, durch die gewöhnliche Wahl wiederJemand anders zu Theil werden sollte»

Stanislaus hatte den alten Besitz, und vielleicht die Wünsche seines Volkes, Alttgust , der älteste Sohn des verstorbenen Königs aber, Rußlands Beystand vor sich.August wurde zum Könige erwählt; Danzig Hingegen erkannte den Sraniolau»dafür»

Dieser nahm keinen Anstand sich selbst der Treue jener Stadt zu überliefern:ließ sich dort von den Russen belagern, und Danzig, das sich ihm zu Liebe, nachgcöfneten Laufgräben iZ5 Tage hartnäckig wehrte, ergab sich nicht eher, als bis«ine wunderbare Flucht denselben glücklich wieder in Sicherheit gesetzt hatte»

Bey solchen stürmischen Zeiten war Valentin Schlicff nicht allein Rathsherr,sondern auch Oberster des Orange-Regiments. Er saß hernach noch lange am Ru-der und starb im Jahre 1750. Der Lebcnslauf desselben, und das Verzeichnis sei-ner Schriften, sind in den preussischen Lieferungen zu lesen (i). Hier wird er als

ein

(1) cheite 274-285.