Druckschrift 
Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
Seite
XII
Einzelbild herunterladen
 

X!I '

seiner Jugend ans dem Kriege gefolget, und darinnen gute Proben seiner Tapferkeit er-wiesen, wie ihm denn von seinen alten Eammcraden das I-ugnüS gegeben, da er unterandern nur in (Tuslttwt eines Regimeutsguaittiermcisterö der Lotaillc gogne bey Litzen un-ter dem siezhaften Könige (Zultopbo ^clol^Ko zu Schweden beygewohnt, basier im Treffenden ersten Schuß auf einen feindlichen Officier gethan, und ihn den Sattel zu räumengemacht. Er würde auch den Krieg contiuuiret haben, wann ihn nicht der Ruin seinerLehne, und deren Kexorstion zu vbfcrvircn davon abgeruff.n hätte, deöhalben er abbre-chen, und sich jener anzunehmen genöhtigt worden. Umb so viel mehr da sein einzigerBruder Daniel Petersdorff in eben der ^6Uon ror Litzen erschossen worden. Mit vorge-dachter seiner Hausfrauen Elisabeth von

XXXIII. Mitten hat er zwo Söhne als Dinnicö, Sohn Daniel ist ohne Erben verstorben.

XXXIV. Friederich Sohn, Dinnies Friederich ist in seiner Jugend gestorben.

XXXV. Georg von Petersdorff ist den azten Julii so. >644 geboren, und von seiner Jugendans von seinem Vater zu den Ltuclüs gehalten worden, worinnen er auch unter ^cuäemieiszu Hause, als auch in dem Collegio zu Stargard contiuuiret, und von da aus das glor-würdige (Zz'nmatiuln ^cscleuücum nach Coburg gezogen, daselbst anderthalb Jahr studirt,woselbst dazumahl die Durchl. Fürstin und Königin Ehristina zu Schweden :c. rc. xullutbey Aufwartung derselben als ein pommerscher Edelmann hat sie ihn nacher Rom unterihrer Bedienung mitzunehmen angetragen, und Gnade versprochen, welches er sich auchgefallen lassen, und bis Regensburg mitgegangen, daselbst plötzlich krank geworden, undnachbleiben müssen, nach seiner Genesung aber nicht folgen wollen, sondern wieder seinenbtuäüs nachgegangen, und sich auf die Universität Altorff so. 1662 begeben, den zu derZeit noch gewesenen Ltstum oder pensüswum alda ausgestanden und also absolviret. Vonda ist er so. lüüz nach Jena gezogen, woselbst er nach H Jahren mit einem ?ro5cllore ex-trsoräinsrlo Xlsgliler Zappen in unglückliche Händel gerathen, und von der Universitätdeswegen angefeindet worden, hat sich also da weg begeben, und die Reichsstädte zusamtOesterreich und zum Theil Hogsrisiu besehen. Auf cinständiges Anhalten seiner Elternaber, welche ihm als ihrem einigen Sohne ihrer Lehne zustand , auch gerne bey ihrem Le-ben kundig machen wolten, ist er zurück gekehrt, und auf Leibzig Wittenberg und Franck«surt an der Oder gegangen einige Monat diese Universität, und deren excrcitm besucht,Massen er in all?n einer adelichen Person anstandigen Leibesübungen sehr vorzüglich ex.ercirt, daß auf gedachten Universitäten im fechten, foltisiren Piecke spielen und Jägerstückihm die wenigsten gleich gekommen, auch in der Vüchsenmeisterey, und Feucrwerckerey gu-te Proben gethan, wie er denn bey Srl. Chursürstl, Durchlt. zu Brandenburg Fncderich

Wilhelm