III. Von dem Geschlechte der von Sliwin überhaupt. 169
Seit wenn die märkischen Gliwin ihr heutiges Wapen führen, ist uns noch unbe-kannt. Die pominerschen nahmen 1444 ein eigenes an. Vor dieser Zeit geschiehtzwar ihrer Wapen Meldung, allein es ist deren keines bis auf unsere Tage gelangt,folglich bleibt es zu bestimmen unmöglich, ob die ältern Wapen beyder Häuser Gleich-heit miteinander hatten oder nicht.
Daß die pominerschen Sliwin mit den märkischen in keiner Verbindung be-harret, kann für einen Einwurf gegen den gemeinschaftlichen Ursprung nicht angesehenwerden, denn ähnliche Fälle sind unzählbar (1), sind sogar unter Fürsten häufig (s),treten selbst bey einigen Zweigen der märkischen Gliwm ein, die sich erst lange hernachin andere Gegenden verpflanzten.
Welches von bevden Sliwmschen Häusern das ältere oder das jüngere sey, ist nichtauszumachen. Von dem pommerschen werden wir blos deswegen zuerst handeln, weilman davon früher als vom märkischen ein sicheres Zeugniß findet. Von keinem derselsben haben wir etwas zuverlässiges vor dem zwölften Jahrhunderte entdeckt; währendden zwey folgenden nichts als Bruststücke; erst mit dem fünfzehnten lassen die Nachrich-ten des einen sowohl als die des andern mehr Zusammenhang und Ganzheit wahrnehmen.Beyde Häuser gleichen endlich zween mitten in Ruinen noch aufrechtstehenden Flügeln voneinerley Bauart, deren alter Zusammenhang eine Menge symmetrischer Trümmer andeu-ten; oder wer lieber ein ander Gleichnis aus der Kunstsprache des Zeugungsketten Schö-pfers entlehnt haben will, der denke sich zween noch grünende Stamme betagter Bäume,deren gemeinschaftliche Wurzel im Schütte der Zeit verborgen liegt.
Aber
(t) Manche derselben führt der Herr Präsident des Ober-Konsistoriums zu Berlin und Jo-hauniter Ordensritter von der Hagen, in der gelehrten Abhandlung von seinem eigenenHause an. S. dessen Beweiß, daß die Geschlechte derer von Hagen ursprünglich von ei-nem Uranherrn und Stammvater herkommen.
(-.) Es ist nunmehro ausser Zweifel, daß die durchlauchtigsten Häuser von Vraunschweig undvon Este einer Abkunft sind, aber wahrend manchen Jahrhunderten, da die Schriften,welche es bezeugen, noch im Staube begraben lagen, war es vergessen.
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