Ersteren erlösche. Diese Verleihungen der gesammten Hand wurden indessen nicht nothwendig immer durcheine gesonderte Urkunde zugesichert; im Gegentheil sind sie meistentheils gleich in den (unter 1 gedachten)bezüglichen Lehnhriefen als besondere Bewilligung mit ausgesprochen.
3) in Angefällsbriefe, durch welche einem Dritten, nicht zur Familie des Belehnten gehörenden, derEintritt in dessen Lehnbesitz gesichert wurde für die Eventualität des Heimfalls des Lehns an den Lehns-herrn, d. h. für den Fall, dass die Rechte des gegenwärtigen Vasallen und seiner lehnsberechtigten Nach-kommen einmal erlöschen sollten.
In der Regel sind bei den Vasallen-Geschlechtern die allerwenigsten Lehnbriefe erhalten geblieben,wozu der Umstand beigetragen haben mag, dass mit jeder Belehnungsurkunde, welche die Bestätigungfrüherer Lehnbriefe aussprach, diese früheren Documente als beraubt ihres practischen Werthes angesehenwerden konnten.
An Schwerin'sehen Lehnbriefen sind uns die nachstehend verzeichneten, und zwar ebenfalls nur diekleinste Zahl aus den Originalen, nach ihrem ganzen Inhalt bekannt geworden und haben zumeist vollständig,einzelne aber auch nur auszugsweise, in dem dritten Theile dieses Werks, dem Urkundenbuche, unter folgen-den Nummern Aufnahme gefunden:
1)
Lehnbrief
vom
2. Juli
1291, U. B. I.
43.
21)
Lehnbrief vom
11. Octb.
1659,
U. B. II. 624.
2)
„
n
25. Aug.
1291,
n vi
45.
22)
11
11
3. Decb.
1664,
„ „ 631.
3)
11
w
24. Mai
1483,
„ II. 381.
23)
ii
11
15. März
1666,
„ „ 633.
4)
V)
n
7. Novb.
1487,
11 n
386.
24)
ii
n
21. Jan.
1668,
„ „ 637.
5)
vi
VI
3. Juni
1489,
n n
391.
25)
ii
n
3. Aug.
1672,
„ „ 638.
6)
n
VI
12. Juni
1491,
ii ii
395.
26)
11
n
23. Juni
1673,
„ „ 642.
7)
„
VI
22. Febr.
1504,
VI V)
420.
27)
11
11
2. Decb.
1676,
„ „ 645.
8)
w
n
16. Aug.
1505,
Vi v>
423.
28)
H
n
2. Jan.
1678,
„ „ 648.
9)
n
n
10. Juli
1533,
11 v>
456.
29)
n
11
25. Febr.
1680,
„ „ 650.
10)
vi
n
5. März
1534,
H 11
457.
30)
11
von
demselben
Tage,
„ „ 651.
11)
n
V)
1. Febr.
1544,
n n
472.
31)
11
vom
29. Mai
1689,
„ „ 658.
12)
11
r >
9. Decb.
1562,
11 11
506.
32)
n
ii
11. Mai
1693,
„ „ 664.
13)
ii
9. Mai
1566,
n w
519.
33)
n
n
15. Juli
1701,
„ „ 675.
14)
n
ii
10. Novb.
1568,
n n
530.
34)
ii
11
29. Febr.
1704,
„ „ 676.
15)
n
5. März
1569,
11 VI
533.
35)
n
11
1. Juli
1705,
„ „ 677.
16)
n
„
4. April
1569,
H 11
535.
36)
ii
n
17. Novb.
1713,
„ „ 686.
17)
„
V)
18. Jan.
1602,
w n
562.
37)
w
«
29. April
1715,
„ „ 687.
18)
n
„
21. Jan.
1602,
11 n
564.
38)
11
n
11. Mai
1715,
„ „ 688.
19)
n
v>
25. April
1626,
n w
591.
39)
n
n
12. Novb.
1723,
„ „ 695.
20)
n
V)
3. Octb.
1654,
ii ii
615.
40)
ii
5. Jan.
1741,
„ „ 709.
Mit diesen 40 Documenten ist indessen die Zahl der dem Geschlecht von Schwerin ertheilten Lehn-briefe nicht erschöpft. Wir erfahren von noch weiteren Belehnungen desselben
a) aus den Lehns-Registraturen d. h. aus den protocollarischen Aufzeichnungen der Pommerschen undmarkgräflich Brandenburgischen Lehnscanzleien über die erfolgte Ausfertigung von Lehnbriefen. Nach diesensind noch ausgestellt worden
41) ein Lehnbrief vom Jahre 1480 (vgl. U. B. n. 376).
42) „ „4. Juli 1576 ( „ „ „ 546).
43) „ „ „ 20. Decb. 1658 ( „ „ „ 622).
44) „ „ „ 30. Novb. 1683 ( „ „ „ 653).
45) „ „ „ 30. Aug. 1686 ( „ ebendaselbst ).
b) aus 5 landesherrlichen Urkunden, in welchen Bezug genommen wird
1) auf 3 Lehnbriefe, welche bereits zur Ausfertigung gelangt waren, nämlich:
46) ein Lehnbrief vom Novb. oder Decb. 1563 (vgl. U. B. II. 511).
47) , „ aus dem Anfange des Jahres 1652 (Nachtrag zum U. B. No. 5).
48) „ „ vom 30. Novb. 1699 (vgl. U. B. H. 688).
2) auf zwei Lehnbriefe, deren Verleihung binnen Jahresfrist verheissen wird 1 '; diese sind:
49) ein Lehnbrief vom Jahre 1712 (vgl. U. B. H. 684).
50) „ „ 1713 oder 1714 ( „ „ „ 685).
1) Bedingung war die (auch wirklich erfolgte) Nachsuchung der Belehnung intra annum et diem a dato.
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