Gnati, unanimes este, timete deum!
Ulrich von Schwerin,der Grosshofmeister. 1)
VORWORT.
Demselben Geiste, welcher im Jahre 1860 die von Schwerin'sche Familienstiftung 2 ) ins Leben rief,
ist ein Jahr später auch die erste Anregung zu dem vorliegenden Geschichtswerke entsprungen; wie jene
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neben dem Wohlthun ganz besonders den Zweck hat, in den Mitgliedern des Geschlechts das Bewusstseinder Zusammengehörigkeit neu zu beleben, so sollen die Familienglieder auch, wenn sie in dem Geschichtswerkeder Vorgänge und Thatsachen inne werden, durch welche das Geschlecht zunächst bekannt, dann gross undberühmt geworden, mehr noch als bisher in dem gemeinsamen Streben sich verbunden fühlen, den von denVorfahren ererbten Glanz ihres Namens ungetrübt zu erhalten. Denn dieses Ziel, wenn es gewonnen wird,gereicht zugleich wieder dem Gesammtgeschlecht zur Hebung sowohl seiner materiellen Wohlfahrt wie seinersittlichen Kraft.
Was bisher auf dem Gebiete der geschichtlichen Forschung über das Geschlecht von Schwerin ge-schehen war, konnte den Anforderungen der Familie wie der Neuzeit im Allgemeinen nicht genügen; eineumfassende Geschichte des Geschlechts lag gedruckt überhaupt noch nicht vor, eben so wenig eine ge-druckte Sammlung der auf das Geschlecht bezüglichen Urkunden; nur einzelne Fragen sind gelegentlich inden älteren Chroniken wie in den neueren Schriften über Meklenburg und Pommern der Besprechung unterzogen,nur einzelne Personen oder Verhältnisse zum Gegenstand besonderer Untersuchung gemacht worden 3 ', und wo
1) Vgl. Th. I S. 57 Anra. 3.
2) Vgl. Th. I S. 125 und 126.
3) Die zahlreichsten Biographieen sind über den Feldmarschall Grafen Curd Christoph von Schwerin (Taf. X. 32) ge-schrieben worden. Wir verweisen in dieser Beziehung auf Varnhagen von Ense, Leben des Feldmarschalls Grafen von Schwerin,Berlin 1841, und die am Schlüsse dieses Buches bezeichneten Quellen, ferner auf Brüggemann, Beiträge zu der ausführlichen Be-schreibung des Königl. Preussischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern, Stettin 1800 S. 321—325 unter No. 23, 24 und 25, end-lich auf Th. II unseres Werkes S. 200 Anm. 3. — Eine Angabe der gedruckten Nachrichten über den Oberpräsidenten Freiherrn Ottovon Schwerin (Taf. XVIII. 1) siehe ebenfalls in Th. II S. 304 Anm. 1. — Eine Lebensskizze des Ministers Grafen Otto vonSchwerin des Jüngeren (Taf. XVIII. 4) findet sich bei Leop. v. Orlich, Briefe aus England von 1674—1678, Berlin 1837. —Von dem Oberstallmeister Grafen Friedrich Albrecht von Schwerin (Taf. XIV. 6) enthalten die Schlesischen Provinzialblätterim 10. Bande S. 154—159 eine Lebensbeschreibung. — Das Militairische Pantheon, Berlin 1797, giebt in Th. III S. 453—475 kurzeBiographieen von 11 Preussischen Generalen aus dem Geschlecht von Schwerin. — Ueber die (gedruckten) Leichenpredigten aufeinzelne Mitglieder der Familie vgl. Brüggemann a. a. 0. S. 322—324 No. 8—23. — Der neuesten Zeit gehören an: „EinzelneZüge aus dem Leben Otto Alexanders Grafen Schwerin" (Taf. XIX. 8), handschriftliche Aufzeichnungen seiner Enkelin,der Gräfin Cecile Dönhoff; der Nekrolog der (am 27 Jan. 1863 gestorbenen) Gräfin Sophie von Schwerin geb. Gräfin von Dön-hoff (Ta'. XIX. 16) von Professor Schottmüller, ein Nachruf an dieselbe von Bernhard v. Lepell in der Neuen Preussischen Zeitung(No. 26) vom 31. Jan. 1863 und „Lebensbild der Gräfin Sophie Schwerin geb. Gräfin Dönhoff" Abschnitt 1, aus deren eigenenPapieren von ihrer Schwester Amalie, verwittweten Freifrau von Romberg (vgl. Taf. XIX. 10), 1868 herausgegeben (Abschnitt 2ist nur handschriftlich vorhanden); ferner eine Biographie des Grafen Maximilian von Schwer in-Putzar (Taf. XII. 26) in„Unsere Zeit", Jahrbuch zum Conversations - Lexicon von Brockhaus Bd. 3 S. 584 ff.; endlich „Heinrich Ludwig Wilhelm