geeinigt hatte. Carl verkaufte zwar Rehberg im Jahre 1810 für 45,000 Thlr., erwarb es aber 1814 für35,000 Thlr. zurück. Im Jahre 1824 überliess er Rehberg seinem Sohne Wilhelm Ludwig von Schwerin(No. 19) und ebendemselben im Jahre 1828, nachdem er in Folge der Kriegsjahre, durch Brandunglückund durch übergrosse Beisteuern zur Milderung der allgemeinen Noth in Vermögensverfall gerathen war,auch seine übrigen Güter: Lantzkron, Janow, Neuendorf b und Bartow, sowie auch Hohenbrünzow nebst Streh-low, mit der Verpflichtung für den Sohn, die Gläubiger zu befriedigen. Diesem gelang dies durch Raten-Abzahlungen in bestimmter Reihenfolge in so hohem Maasse, dass die Gläubiger seines Vaters weder anCapital noch an Zinsen Verlust erlitten.
Nach dem Tode Wilhelms von Schwerin im Jahre 1865 kamen die Lantzkron'schen Güter, wie dessensämmtliche Besitzungen, an seinen Sohn Albert Julius, Grafen von Zieten - Schwerin (No. 25). Aus derLantzkron'schen Begüterung schuf dieser 1869 das von Schwerin-Janow'sehe Familien-Fideicornmiss l K
Als der Stifter der Linie Rehberg Philipp Julius von Schwerin im Jahre 1699 die Lantzkron'schenGüter einlöste, lagen dieselben wüst. Auch das prächtige Schloss Lantzkron war und blieb seitdem verfallen;doch lassen noch heute einige seiner Thürme und ein Theil der Umfassungsmauern, welche der völligenVernichtung entgangen sind, die ehemalige Grösse und Bedeutung der Burg ahnen. Dieselbe hatte einstauch eine eigene Kirche, welche als Filial zur Iven'schen Pfarrkirche gehörte.
Ueber der Hausthür des Schlosses Lantzkron war ein Stein eingemauert, auf welchem die Bildnisse desErbauers Ulrich von Schwerin und seiner Gemahlin Katharina von Waldenfels in Lebensgrösse bis an den Gurtsehr sauber ausgehauen sich befanden. Unter diesen Bildnissen war auf der einen Seite das von Schwerin'scheWappen mit der Unterschrift Ulrich von Schwerin , auf der anderen Seite das von Waldenfels'sche Wappenmit der Unterschrift Kattrien von Waidenfels angebracht, und wieder unter diesen standen die Worte:
Pater Udalricus ad filios 1580.
Quas deus omnipotens aedes eduxit in altumFilioli vera condecorate fide,
Tunc dabitur vobis domino redeunte CoronaJustorum vis quam frangere nulla potest.
Auf der rechten Seite der Bildnisse und Wappen lautete eine weitere Inschrift:
An Anzahl tausend fünfhundert JahrUnd Sechs und siebenzig es war,
Dies Schloss und Veste Landeskron,
Vor hundert Jar ganz wüst gelegen,
Ist sonderlich durch Gottes RatWieder erbawet, wie es hier stat,
Durch den Edlen und LobesarnUlrich von Schwerin des Altern Son,
Seines Alters Vierzig Jar, wilDiese Vestung im wolgeßel.
In Megalburgk zur Zeit mit RumWar er Fürstlicher Gnaden Hauptmann;
Zu bawe aber als er anfing,
Nichts mehr hie fant als eine Bring, 2>
Darnach half Gott zur selben Frist,
Dass nichts hierzu gelehnet ist.
Durch Gottes Segen ins dritte Jar,
So stund Landskron schon offenbar.
Ebenso standen auf der linken Seite der Wappen und Bildnisse folgende Worte:
Mit sondern Bedacht unde UnterrichtIAess er bawen, wie man hier sieht,
Mit stätem Fleiss wohl aufs gebawSach er um; sein häuslich Hausfrau),
Die Edle und viel Tugendsam,
Kattrin von Waldenfels ihr Nam,
Redtbar mit Silber und GoldtDie Warr und Arbeit sie bezoldt,
1) Vgl. Abschnitt 9 und Th. II S. 363, 365, 367, 369, 370, 372. — 2) Bring = Brink d. i. ein grüner Hügel, Anger.Vgl. Grimm, Deutsches Wörterbuch Bd. 2 S. 391.
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