j Drevelo w^fauch Drewelow) in Pommern, Kr. Anclam, jetzt Lehn-Rittergut, gehörte nach dem Lehn-brief von 1533 mit einem Antheil zur alten Spantekower Begüterung des Geschlechts von Schwerin; diesenTheil besassen damals die Brüder Hans und Ulrich der Grosshofmeister von Schwerin aus der SpantekowerLinie (Taf. VIII. 4 und 5) gemeinschaftlich, und nachdem Hans (frühestens 1569) gestorben war, Ulrichallein.
Einen zweiten Theil besass die Familie von HgjdebrecL Von diesem wissen wir urkundlich nur, dassauf ihn derselbe Ulrich von Schwerin durch Herzog Philipp 1544 die Anwartschaft erhielt; es ist anzuneh-men, dass in Folge dessen auch dieser Antheil später an die Familie von Schwerin gekommen sein wird 1 '.
Ein dritter Antheil an Drevelow gehörte spätestens im Anfange des 18. Jahrhunderts Erich Andreasvon Schwerin aus der Linie Stolpe (Taf. III. 42); dessen „Erben", als welche uns nur zwei Töchter,Johanna Dorothea und Anna Margarethe von Schwerin (Taf. III. 49 und 50), bekannt geworden, ver-kauften 4 Höfe zu Drevelow (vermuthlich der ganze Besitz ihres Vaters) am 24. März 1706 für 700 Thlr.an den Generallieutenant Dettlof von Schwerin aus der Löwitzer Linie (Taf. X. 23) 2 '. Nach Dettlofs Tode1707 vererbte sich dieser Besitz mit den Putzar'schen Gütern zunächst an seinen Neffen, .den Grafen HansBogislav, Stifter der Linie Schwerinsburg (Taf. XII. 1); am_24_. Juni 1721 aber kaufte ihn dessen BruderCiird Christoph- V ( ml Schwerin (Taf. X. 32) 3 '. Nach Curd Christophs Tode 1757 kam sein Antheil an Drevelowdurch seinen Neffen, den Grafen Heinrich Bogislav Dettlof von Schwerin (Taf. XII. 5), an die Schwerins-burger Linie zurück; der Letztere indess tauschte für denselben 1774 das Gut Thurow ein, soweit.dasselbeihm nicht durch Erbschaft zugefallen war.
Der übrige vorerwähnte Besitz des Geschlechts von Schwerin in Drevelow wurde als Bestandtheil derSpantekower Begüterung von dem Fiscus mit eingezogen und erst durch Vergleich vom Jahre 1832 der Ea-milie von Schwerin wiedergegeben.
Wie diese Spantekower Begüterung überhaupt, so kam dann auch Drevelow im Jahre 1875 durch An-kauf an seinen jetzigen Besitzer, den Grafen Albert Julius von Zieten-Schwerin von der Linie Rehberg(Taf. XXI. 25)*'.
Das Rittergut ist eingepfarrt zur Kirche in dem rittersch aftlichen Bauerndorf Drevelow, welche ihrer-seits ein Filial von Spantekow ist. Das Areal von Drevelow beträgt 233 h 98 a 09 qm (916 Morg. 76 QR.).
Janow in Pommern, Kr. Anclam, ein alt-Schwerin'sches Lehn, jetzt Lehn-Rittergut, stand im 13. Jahr-hundert dem Kloster Stolp als Lehn zu 5 ', kam indessen spätestens im 15. Jahrhundert an die Familie vonSchwerin und zwar zunächst an die Linie Spantekow (Taf. VII). Bereits in der Mitte des genannten Jahr-hunderts erscheinen die Brüder Werner und Hans von Schwerin (Taf. VII. 56 und 57) dort begütert, und istanzunehmen, dass dieser ihr gemeinsamer Besitz auch schon in den Händen ihres Vaters Werner (Taf. VII. 42)sich befunden habe. Auch ist die Bede aus Janow nach der Beweisführung Zabels von Schwerin aus der-selben Linie (Taf. VII. 66) vom Jahre 1494 dessen Voreltern verpfändet gewesen 6 '.
Von der Spantekower Linie ging Janow Ausgangs des 15. Jahrhunderts an die aus ihr hervorgegangeneLinie Putzar (Taf. VIII) über und gehörte zu deren Spantekower Begüterung 7 ', speciell zu den Lantzkron'schenGütern, gerieth aber auch mit den letzteren, welche bis zu Ulrich Wigand von Schwerin (Taf. VIII. 46) d. h.bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts im Mannesstamme der Linie verblieben, nach dessen Tode inVerfall und gelangte 1699 durch Philipp Julius von Schwerin, den Stifter der Linie Rehberg (Taf. XXI. 1),welcher die Lantzkron'sche Begüterung von ihren Gläubigern einlöste, an diese Linie Rehberg. Innerhalbderselben vererbte sich Janow in gleichem Erbgange mit den Lantzkron'schen Gütern im Allgemeinen, wiees in Betreff der letzteren bei Lantzkron näher angegeben ist. Der heutige Besitzer ist seit 1865 GrafAlbert Julius von Zieten-Schwerin (No. 25), welcher auch in Janow, woselbst er in den letzten Jahren einneues Wohnhaus sich errichtet hat, abwechselnd mit Spantekow und Wustrau seinen Aufenthalt nimmt.Das bisherige Wohnhaus ist von dessen Grossvater Carl August Bogislav (No. 15) im Jahre 1816 erbautworden; der Sohn des Letzteren, der Landschaftsrath Wilhelm Ludwig von Schwerin (No. 19), bezog dasselbe1838 und bewohnte es bis an sein Lebensende 1865 8 '.
Nach Janow benennt sich die im Jahre 1869 von dem gegenwärtigen Besitzer Grafen Albert errichtetevon Schwerin - Janow'sehe Familien-Fideicommiss-Stiftung, welche ausserdem noch die alt-Schwerin'schen,ebenfalls zur Lantzkron'schen Begüterung gehörigen Lehngüter Reliberg, Lantzkron, Neuendorf b und Bartowbegreift 9 '.
1) Vgl. Th. II S. 156 und 157. — 2) Vgl. ebend. S. 41. — 3) Vgl. ebend. S. 205. — 4) Vgl. Spantekow und Th. II
S. 222, 226, 372. — 5) Vgl. Berghaus, Landbuch von Pommern Th. II Bd. I S. 318. — 6) Vgl. Th. II S. 134, 138, 139,
142, 143. — 7) Siehe Lehnbrief von 1533 in U. B. II. 456. — 8) Vgl. Th. II S. 157, 165, 171, 362, 365, 369, 370, 372. — 9) Vgl.
Abschnitt 9.
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