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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
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von Friedrich dem Grossen als Kronprinzen häufig von Cüstrin aus besucht. Zur Erinnerung an diese Be-suche hat Graf Hermann von Schwerin ein mit Rauchs Victoria gekröntes, mit Sinnbildern und Inschriftengeziertes Denkmal errichtet, dessen Einweihung am einhundertsten Jahrestage der Thronbesteigung Friedrichdes Grossen, am 31. Mai 1840 erfolgte.

Die von demselben Besitzer Tamsels, Grafen Hermann von Schwerin, im Jahre 1827 in gothischemStyl erbaute Kirche ist eine Mutterkirche. In dieser befinden sich in Sandstein gearbeitet die lebens-grossen Standbilder des Feldmarschalls von Schöning und seiner Gemahlin, einer geborenen von Pöllnitz; indem Kirchengewölbe ruhen die irdischen Reste desselben Feldmarschalls in einem bronzenen, verschlossenenSarkophage.

Das Gut Tamsel wird durchschnitten von dem Warthestrom, von der Ostbahn und der Berlin-Königs-berger Chaussee.

Zu Tamsel gehören eine 20 Morgen grosse Baumschule und das Vorwerk Eichwerder, welches zurAufspeicherung der Heuvorräthe und zur Anzucht von Vieh bestimmt ist.

Tamsel hat zusammen mit Eichwerder ein Areal von 1783 h 35 a 21 qm (6984 Morg. 139 QR.).

Theerofen, siehe Glückauf.

Warnick in der Provinz Brandenburg, Kr. Landsberg, ist von jeher ein zu Tamsel gehöriges Dorfgewesen, hat mit demselben die gleichen Besitzverhältnisse gehabt 1 ' und ist demzufolge auch, wie Tamsel,am 15. Octb. 1859 an seinen jetzigen Besitzer, den Grafen Bogislav von Schwerin (Taf. XIX. 26) über-gegangen 2 '.

Das in Warnick belegene Windmühlen-Grundstück hat die Gutsherrschaft im Jahre 1862 käuflich ansich gebracht.

Die Kirche ist Filial der Tamseler Kirche. Die Grösse von Warnick beträgt 391 h 06 a 94 qm(1531 Morg. 123 DR.).

Wehlack in der Provinz Ostpreussen, Kr. Rastenburg, ist Hauptort der sogen. Plinkeim-Wehlacker Be-güterung, welche die Familie von Dönhoff im 16. Jahrhundert durch Kauf erwarb. Von da ab ist dieseFamilie im Besitz der Begüterung geblieben; 1758 besass sie Graf Bogislav Friedrich von Dönhoff,von diesem kam sie 1822 an dessen Tochter, Gräfin Cecile von Dönhoff 3 ', dann 1846 an deren SchwesterSophie von Dönhoff, Gemahlin des Grafen Wilhelm von Schwerin aus der Linie Wolfshagen (Taf. XIX. 16),welche indessen nur den Niessbrauch der Güter hatte, und endlich 1863 an die gegenwärtige Besitzerin,

[Gräfin Amelie zu Solms-Sonnenwalde (No. 21), Tochter des Grafen Hermann von Schwerin (No. 18) undder Gräfin Rosalie geb. Gräfin von Dönhoff, Schwester der Vorbesitzerin 4 '.

Die Plinkeim-Wehlacker Begüterung besteht ausser dem Hauptgut Wehlack aus folgenden Theilen:

a) Güter: Maraunen, Gross-Schatten, Albertinhausen, Klein-Blaustein, Plinkeim, Weipoth, Gross-

IKemlack und Elisenthal, Marklack.

b) Forsten: Marschallsheyde, Klein-Blaustein, Siebert, Schatten, Gross-Kosarken.

c) Landseen: Aschwin-See, Moye-See.

d) Bauerndörfer: Wenden, Klein-Kemlack, Platlack, Petermanns, Rawlack.

Alle diese Besitzungen liegen im Rastenburger Kreise der Provinz Ostpreussen mit Ausnahme der ForstGross-Kosarken, welche zum Kreise Sensburg gehört.

IDie Begüterung hat eine eigene Kirche im Dorfe Wenden. Das Areal beträgt 3829 h 80 a(15,000 Morg.).

Wilhehnshain in der Provinz Brandenburg, Kr. Prenzlau, wurde 1816 auf der Feldmark des zurWolfshagen'schen Begüterung gehörenden Gutes Damerow 5 ' von dem Grafen Otto Alexander von Schwerinaus der Linie Wolfshagen (Taf. XIX. 8) als Vorwerk angelegt und vererbte sich mit Damerow und denWolfshagen'schen Gütern überhaupt 6 ' weiter bis auf den Grafen Hermann von Schwerin (No. 18). Gemässden Verträgen vom 20. Juli 1852 und 3. Febr. 1858 kam Wilhelmshain im Jahre 1858 an den jetzigenBesitzer, seinen dritten Sohn, Grafen Wilhelm von Schwerin (No. 25) 7 '. Die Berichtigung des Besitztitelserfolgte auf Decret vom 5. April 1858.

Zu dem Gute sind 2 Ackerstellen gelegt, welche von Fürstenwerder angekauft worden.

Wilhelmshain hat keine Kirche. Sein Flächeninhalt beträgt 549 h 33 a 89 qm (2151,55 Morg.).

Wolfshagen in der Provinz Brandenburg, Kr. Prenzlau, Hauptgut der sogen. Wolfshagen'schen Be-güterung des Geschlechts von Schwerin, welches auch der besonderen Wolfshagen'schen Linie dieses Ge-schlechts den Namen gegeben hat, war frühzeitig eine Grenzburg gegen Meklenburg, welche schon im

1) Siehe Tamsel. 2) Vgl. Th. II S. 342. 3) Vgl. ebend. S. 335. 4) Vgl. ebend. S. 340. 5) Siehe daselbst.

6) Siehe Wolfshagen. 7) Vgl. Th. II S. 341.

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