Bauerhöfe von dem Vorbesitzer eingezogen und dem Gutsareal einverleibt worden waren, 2 Bauerhöfe neuanzulegen. Er nannte diese nach dem bekannten Freischaarenfuhrer Schillsversteck und gab sie 1830in Erbpacht.
1858 vererbte sich Krekow auf Graf Hermanns zweiten Sohn Carl (No. 24) und ist noch heute indessen Händen 1 '.
Das noch jetzt in der alten Form erhaltene Schloss in Krekow ist von dem Generalmajor von Bissingerbaut worden. Die Kirche daselbst ist Filiale der Kirche von Helpte; im Grabgewölbe derselben sind dereben genannte von Bissing und seine Gemahlin Christine Sophie geb. von Lehsten beigesetzt. Das in derKirche befindliche Denkmal wurde dem in der Schlacht bei Belle-Alliance am 18. Juni 1815 gefallenenGrafen Wilhelm Werner von Schwerin (No. 16), Hermanns Bruder, von seiner Gemahlin Sophie geb.Reichsgräfin von Dönhoff zur Erinnerung an die von Beiden in Krekow glücklich verlebten Zeiten errichtet.
Krekow hat zusammen mit Schillsversteck einen Flächeninhalt von 649 h 98 a 17 qm (299826 Meklenb.□ Ruth.).
Lommersdorf in der Provinz Brandenburg, Kr. Prenzlau, Rittergut, war im Jahre 1536 eine wüsteFeldmark, welche der Familie von Glöden gehörte und bis 1713 bei dieser Familie blieb. Demnächst kamLemmersdorf an das Geschlecht von Arnim, dann an den Ritterschaftsrath Hermann von Stülpnagel und vondiesem für den Preis von 75,000 Thlr. 1838 an Carl Hans von Gundlach. Von dem Letzteren kaufte esder Reichsgraf Hermann von Schwerin aus der Linie Wolfshagen (Taf. XIX. 18) mittelst Contracts vom1. Aug. 1840 für 95,000 Thlr. Bei der Theilung der väterlichen Güter, welche nach dem am 6. Aug. 1858erfolgten Tode desselben seine Kinder, 4 Söhne und eine Tochter (No. 21, 23—26), vornahmen, wurde dieserTochter, der Gräfin Amelie, vermählten Gräfin zu Solms-Sonnenwalde (No. 31), mittelst Vergleichs vom26. Juli 1859 das noch heute in ihrem Besitz befindliche Gut Lemmersdorf zum freien Eigenthum über-tragen 2 ', doch unter Vorbehalt des Rechtes für die Brüder und deren Erben, nach dem kinderlosen Ablebendes Grafen und der Gräfin zu Solms Lemmersdorf mit der zugehörigen Mühle für 100,000 Thlr. zurückkaufenzu dürfen.
Lemmersdorf hat keine Kirche; der Ort war schon im 17. Jahrhundert in Hetzdorf eingepfarrt.
Das Areal beträgt 527 h 74 a 64 qm (2067 Morg.).
Mildenitz in Meklenburg-Strelitz, Amt Stargard, gehörte zu den von Blankenburg'schen Gütern inMeklenburg 3 ', auf welche am 22. Mai 1671 der Oberpräsident Freiherr Otto von Schwerin (Taf. XVIII. 1)von dem Herzoge Gustav Adolph von Meklenburg die Anwartschaft erhielt. Ottos Sohn, der spätere GrafOtto von Schwerin (Taf. XVIII. 4), für welchen nebst seinen Brüdern diese Eventualbelehnung im Jahre1680 erneuert worden war, erwarb Mildenitz 4 ' 1693 von der Frau Obristin von Arnim, der Tochter Georgsvon Blankenburg, und zählt Mildenitz seitdem zu den sogen. Wolfshagen'schen 5 ' Gütern des Geschlechts vonSchwerin. Mit diesen Gütern kam Mildenitz nach Ottos Tode 1705 an seinen zweiten Sohn, Otto vonSchwerin, Stifter der Linie Wolfshagen (Taf. XIX. 1), vererbte sich von diesem 1755 zunächst auf seinenSohn Carl Ludwig (No. 6) und, nachdem dieser noch in demselben Jahre gestorben war, auf dessen BruderOtto Alexander (No. 8), welcher das Gut durch Einziehung der dabei belegenen Bauerhöfe vergrösserte. Vondem Letzteren ging Mildenitz auf seinen Sohn Louis über; durch diesen ward Hof und Garten begründetund das ursprüngliche Herrenhaus zu Mildenitz erbaut. Ihn beerbte 1827 sein Bruder Hermann (No. 18).In Folge des grossherzoglichen Edicts vom 10. Decb. 1824 war Graf Hermann, wie bei Krekow 6 ', so auchbei Mildenitz genöthigt, aus den von Otto Alexander eingezogenen und zum Gutsareal geschlagenen Bauer-stellen wiederum 2 Bauerhöfe anzulegen. Er nannte diese Begüterung Scharnhorst und gab sie 1830 inErbpacht.
Schon bei seinen Lebzeiten, im Jahre 1852, überliess Graf Hermann das Gut Mildenitz nebst Scharn-horst und dem Vorwerk Carlslust 7 ' dem jetzigen Besitzer, seinem zweiten Sohne, Grafen Carl von Schwerin(No. 24). Mildenitz bildet seitdem das Hauptgut der Meklenburgischen Begüterung des Grafen Carl; der-selbe vergrösserte das herrschaftliche Schloss und hatte auch bis 1863, in welchem Jahre er nach Wolfs-hagen übersiedelte, in Mildenitz seinen Wohnsitz 8 '.
Mildenitz hat eine eigene Kirche, welche Tochterkirche von Gross-Daberkow ist. Das Areal von Mil-denitz nebst Carlslust umfasst 1051 h 95 a 12 qm (485248 Meklenb. □R.).
Keuliornshafjen, — siehe Hornshurrah.
1) Vgl. Th. II S. 334, 335, 339, 341. — 2) Vgl. ebend. S. 339 und 340. — 3) Vgl. Gross-Daberkow. — 4) Nach einem
Meklenburgischen Distributionsrecess vermuthlich aus dem Ende des 17. Jahrhunderts war Mildenitz mit allen Pertinentien sammt
dem Kley auf 22,184 Thlr. taxirt. — 5) Siehe Wolfshagen. — 6) Siehe daselbst. — 7) Siehe daselbst. — 8) Vgl. Th. II S. 309,
313, 314, 332, 334, 335, 339, 341.