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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
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Damerow ist nach Hildebrandshagen eingepfarrt; es hat ein Areal von 359 h 58 a 70 qm (1408 Morg.68 DR.).

Eichwerder, siehe Tamsel.

Friedrichshof, jetzt Georginenau, siehe Göhren.

Fürstenwerder in der Provinz Brandenburg, Kr. Prenzlau, ein Städtchen, gehörte zu den Wolfs-hagen'schen Gütern der Familie von Blankenburg, welche 1670 an die Alt-Landsberg'sche Linie des Geschlechtsvon Schwerin (Taf. XVIII) kamen, und hatte auch mit diesen bis zum Grafen Hermann von Schwerinaus der Linie Wolfshagen (Taf. XIX. 18) dieselben Besitz Verhältnisse 1 '. Letzterer hinterliess 1858 seinEigenthum in Fürstenwerder, welches zumeist in Seen und Werdern und in Gutspatronatsrechten bestand,seinem dritten Sohne, dem Grafen Wilhelm von Schwerin (No. 25), dem es auch gegenwärtig noch gehört 2 ',abgesehen von 29 h 64 a 55 qm (116,11 Morg.) Acker- und Wiesenland, welches der Gemahlin desselben,der Gräfin Luise geb. von Schwanenfeld, laut Vertrag vom 2. April 1857 verschrieben worden ist; die Be-richtigung des Besitztitels erfolgte auf Decret vom 22. Febr. 1859. Hinsichtlich der Bewirthschaftung istdieses Areal dem in Meklenburg belegenen Gute des Grafen Wilhelm Georginenau hinzugefügt worden. Vgl.auch Bülowssiege.

Georginenau, früher Friedrichshof, siehe Göhren.

Gernheim in der Provinz Brandenburg, Kr. Landsberg, hiess früher Buschschäferei und istein Bestandtheil der sogen. Tamsel'sehen Güter 3 ', welche, ein ursprünglich von DönhofFscher Besitz, mitRosalie Gräfin von Dönhoff an deren Gemahl, den Grafen Hermann von Schwerin aus der Linie Wolfshagen(Taf. XIX. 18), kamen. Nach dessen Tode fielen sie am 15. Octb. 1859 dem gegenwärtigen Besitzer, seinemjüngsten Sohne Grafen Bogislav von Schwerin (No. 26) zu 4 '.

Gernheim ist in neuerer Zeit zu einem selbständigen Gute umgeschaifen worden; es ist nach Warnickeingepfarrt und hat ein Areal von 270 h 38 a 39 qm (1059 0R.).

Glückauf in der Provinz Brandenburg, Kr. Landsberg, war früher, abgesehen von den Wiesen,eine Forst, welche etwa 15 Kilometer von Tamsel entfernt zwischen der Camminer, der Königlichen Zicher'-schen und der Königlichen Massiner Forst lag. Der Reichsgraf Bogislav Friedrich Carl von Dönhoff, welchemGlückauf gehörte, trennte sowohl diese Forst als auch das Wiesenland von Cammin ab und legte beideszu Tamsel, um die Erbschaftsquote seiner Tochter Rosalie Ulrike mit denjenigen seiner übrigen vier Töchterauszugleichen. Rosalie Gräfin von Dönhoff brachte dieses Besitzthum mit den Tamsel'schen Gütern ihremGemahl, dem Grafen Hermann von Schwerin (Taf. XIX. 18), zu, und ist es von diesem mit denselben Güternam 15. Octb. 1859 an seinen jüngsten Sohn Bogislav (No. 26), den jetzigen Besitzer, gekommen 6 '.

Jetzt ist dort eine Landwirtschaft eingerichtet und gehört zu derselben das Forstetablissement Theer-ofen. Glückauf wie Theerofen sind nach Batzlow eingepfarrt und haben zusammen ein Areal von 526 h30 a 96 qm (2061 Morg. 67 QR.).

Gneisenau in der Provinz Brandenburg, Kr. Prenzlau, hiess bis 1833 Herminensruh und ist einzu Hetzdorf gehöriges Vorwerk, welches von dem Grafen Hermann von Schwerin aus der Linie Wolfshagen(Taf. XIX. 18) angelegt worden ist.

Die Bauern des ursprünglich zu der Wolfshagener Begüterung gehörenden Gutes Hetzdorf wurden ehe-mals von der Herrschaft nur mit dem lebenslänglichen Besitz der Höfe beliehen. Nach der Separation in-dessen, welche in Folge des Edicts vom 14. Sptb. 1811 wegen Regulirung der gutsherrlichen und bäuer-lichen Verhältnisse dort stattfand, traten sämmtliche Hetzdorfer Bauern die Hälfte ihrer Besitzungen an ihredamalige Herrschaft, den genannten Grafen Hermann von Schwerin ab, wogegen sie das Eigenthumsrechtan der anderen Hälfte ihrer Besitzungen erwarben und statt der bisher geleisteten Naturaldienste fortan nureine jährliche Geldrente zu entrichten hatten. Die auf diese Weise erworbenen Ländereien schuf GrafHermann in den Jahren 1821 und 1822 zu zwei Vorwerken um: Herminensruh, welchen Namen er aber1833 in Gneisenau umwandelte, und Carlsliebe, welches er seit 1833 Kleisthöhe benannte.

Ein drittes Vorwerk. Yorksthat genannt, erbaute Graf Hermann im Jahre 1830 auf einem Theileder Feldmark des Stammgutes Wolfshagen verbunden mit dem zu diesem Zwecke abgeholzten EichenrevierApotz", welches er zur Aufnahme der Stammschäferei bestimmte.

Die Vorwerke Gneisenau und Kleisthöhe kamen schon bei Lebzeiten des Grafen Hermann durch Ver-trag vom 20. Juli 1852, das Vorwerk Yorksthat erst nach dessen Tode (1858) nach demselben Vertrage unddurch Erbrecess vom 19. Mai 1860 an seinen ältesten Sohn, ihren heutigen Besitzer, den Grafen Otto vonSchwerin (No. 23); für jene wurde der Besitztitel auf Decret vom 11. April 1855, für dieses auf Decret

1) Siehe Wolfshagen. - 2) Vgl. Th. II S. 309, 339, 341. 3) Siehe Tamsel. 4) Vgl. Th. II S. 339 und 342.

5) Vgl. Tamsel.