Sohn Otto (No. 2); während Hans Hugold neben seinen Besitzungen in Wittstock, Demnitz, Neuendorf,Lüpze, Willershagen und Aurose nur einen Antheil von 4 Hufen an Altwigshagen hatte und auch in Witt-stock wohnte, gelang es Otto bis zum Jahre 1627, den gesammten Besitz in Altwigshagen, welchen dieältere Altwigshagen'sche Linie daselbst gehabt hatte, nebst dem Stammsitze Altwigshagen selbst wiederin seiner Hand zu vereinigen 2 *. Seine Descendenz blüht noch heute in vier besonderen Linien mit ausge-breiteter Begüterung, den Linien Walsleben-Wildenhoff, Wolfshagen, Wopersnow und Rehberg; soweit die-selbe indessen diesen 4 Linien nicht angehört, hat sie nur 7 Generationen erlebt und ist 1809 mit demPreussischen Generalmajor Friedrich Wilhelm Felix von Schwerin (No. 36) ausgestorben, zugleich alsLetztem des besonderen Zweiges Wisbur, welcher durch dessen Grossvater Heinrich Christoph vonSchwerin (No. 13) um 1700 in Anlehnung an das Erbgut Wisbur im Pommerschen Kreise Fürstenthumbegründet worden war.
17. Die Linie Alt-Landsberg mit der Linie Walsleben (Taf. XVIII).
Zu der jüngeren Linie Altwigshagen zählte auch der berühmte Oberpräsident des Grossen Kurfürsten vonBrandenburg, Freiherr Otto von Schwerin (1616—79, Taf. XVII. 4 und Taf. XVIII. 1); er war der Enkeldes Stifters jener Linie, Hans Hugold. Dieser Otto legte den Grund zu dem erheblichen Besitz in derMark Brandenburg und in Preussen, dessen seine unmittelbare Descendenz sich noch heute erfreut; er erwarbinsbesondere 3 Gütercomplexe: die in dem Kreise Preussisch Eylau belegenen WildenhofFsehen Güter, inderen unbestrittenen Besitz er 1667 gelangte, die in dem Prenzlauer Kreise der Mark belegenen Wolfshagen-schen Güter, in deren vollen Besitz er 1670 eintrat, und die in dem Barnimer Kreise der Mark belegenenAlt-Landsbergischen Güter, über welche er als Herrschaft Alt-Landsberg 1672 den ersten Gesammt-Lehn-brief erhielt. Ausserdem wurden ihm durch kurfürstliche Verleihungen wie durch Erbschaften auch nochGüter in Pommern und das vormals gräflich Schwarzenberg'sche Haus in der Brüderstrasse zu Berlin zuTheil. Sein Sohn, der Preussische Staatsminister Graf Otto von Schwerin (No. 4), fugte diesen Besitzungenausser kleineren Erwerbungen noch durch Ankauf 1674 die im Jülich'schen belegene Herrschaft Nothhausenmit den Herrschaften Gierath und Gubberath und 1693 speciell dem Wolfshagen'schen Besitz das GutMildenitz in Meklenburg-Strelitz hinzu. Nach der Herrschaft Alt-Landsberg benannte sich die von demOberpräsidenten Otto von Schwerin abstammende Linie zunächst. Nachdem aber der ältere seiner Enkel,der spätere Oberhofmeister und Geheime Rath Graf Friedrich Wilhelm von Schwerin (No. 24), 1708 dienach seines Vaters, des Grafen Otto, Tode 1705 ererbte Majorats-Herrschaft Alt-Landsberg dem KönigeFriedrich I. abgetreten und statt deren 1711 die im Kreise Ruppin der Provinz Brandenburg belegenenWalsleben'schen Güter erworben hatte, zu welchen er 1723 noch das Gut Caterbow kaufte, fand dessen Linienach diesem Besitz und den gleichfalls an ihn gekommenen WildenhofT'schen Gütern ihre richtigere Bezeich-nung als Linie Walsleben oder auch als Linie Walsleben-Wildenhoff. Als solche blüht sie gegen-wärtig in der sechsten Generation und zählt seit ihrem etwa 160jährigen Bestehen 49 Mitglieder: 30 männ-liche und 19 weibliche; von diesen sind noch 22 Mitglieder am Leben, 13 männliche: eins aus der vierten,5 aus der fünften und 7 aus der jüngsten Generation, und 9 weibliche: 4 aus der fünften und 5 aus derjüngsten Generation.
18. Die Linie Wolfshagen (Taf. XIX).
Zur selben Zeit, im Jahre 1705, als nach dem Tode des Grafen Otto von Schwerin (Taf. XVIII. 4)dessen Güter Alt-Landsberg und Wildenhoff, wie vorhin bemerkt, an den Majoratserben, seinen älteren SohnFriedrich Wilhelm übergingen, kam an seinen zweiten Sohn, den Grafen Otto von Schwerin (Taf. XVIII. 25und Taf. XIX. 1), seine — mit Ausnahme von Mildenitz in Meklenburg — in der Ukermark belegene Wolfs -hagen'sche Begüterung, und trägt von dieser die durch ihn begründete, als zweite aus der Alt-Landsbergischenhervorgegangene Linie ihren Namen. Otto selbst wie seine Nachkommen haben theils durch Ankauf theils durchVerheirathung und Erbschaft den Besitz der Linie beträchtlich vermehrt und demselben zahlreiche Gütersowohl in der Ukermark und in Meklenburg-Strelitz, als auch in der Neumark — die Tamsel'schen — undvorübergehend auch in Ostpreussen — die Skandauer Güter — zugeführt.
Zur Wolfshagen'schen Linie zählen der 1815 bei Belle-Alliance gefallene Oberst Graf Wilhelm vonSchwerin (No. 16), der 1858 gestorbene Generalmajor Graf Hermann von Schwerin (No. 18), Bruder
1) Vgl. Th. II S. 291.