Die Linie Willmersdorf besteht bis jetzt etwa 200 Jahre durch 7 Generationen, zu ihr zählten zweiPreussische Staatsminister, der Oberstallmeister und Geheime Staatsminister Friedrich Bogislav vonSchwerin (No. 3) und der schon genannte Oberstallmeister und Wirkliche Geheime Staatsminister GrafFriedrich Albrecht von Schwerin.
Im Ganzen kennen wir aus der Linie 37 Mitglieder, unter ihnen 26 männliche, von welchen 7 nochleben: 2 aus der vorletzten und 5 aus der jüngsten Generation, und 11 weibliche, von welchen nur 2 nocham Leben sind: eins aus der vorletzten und eins aus der jüngsten Generation.
14. Die Linie Dargibell (Taf XV),
die jüngere der aus der Hauptlinie Cummerow abgezweigten Linien, beginnt mit Otto Jacob von Schwe-rin (Taf. XIII. 18 und Taf. XV. 1), welcher zu Busow in Vorpommern Besitzthum hatte und dort auch nachseinem Ausscheiden aus dem militairischen Dienst etwa 1664 seinen Wohnsitz nahm. Ihre Bezeichnung alsLinie Dargibell hat dieselbe erst dem ebenfalls in Vorpommern belegenen Gute dieses Namens entlehnt,welches der Enkel Otto Jacobs, der durch die Schlacht bei Hohenfriedberg 1745 berühmt gewordene Eeiteroberst,spätere General-Lieutenant Otto Martin von Schwerin (No. 9), 1761 durch Kauf an sich brachte. Dargibellkam 1851 durch Veräusserung in fremde Hände, ward aber durch den Grafen Bernhard von Schwerin vonder Schwerinsburger Linie (Taf. XII. 43) in Schwerin'schen Besitz zurückerworben. Durch Ankauf kaman die Linie das Gut Gross-Parleese in Ostpreussen 1855 und das Gut Medow in Vorpommern 1857.
Die Dargibeller Linie steht seit ihrem Beginn vor ungefähr 200 Jahren gegenwärtig in der siebentenGeneration und hat bis jetzt 40 Mitglieder aufzuweisen, darunter 22 männliche, von welchen noch 5 amLeben sind: eins aus der vorletzten und 4 aus der jüngsten Generation, und 18 weibliche, von welchen noch4 leben: 3 aus der vorletzten und eins aus der letzten Generation.
Die gesammte zweite Linie der Bönen, die Linien Cummerow, Willmersdorf und Dargibell umfassend,welche jetzt etwa 300 Jahre besteht, hat zur Zeit die zehnte Generation erreicht; aus den 10 Generationensind uns 119 Mitglieder bekannt geworden: 70 männliche und 49 weibliche, und leben von diesen noch12 männliche und 7 weibliche Mitglieder.
15. Die Linie Alschwangen in Ourland (Taf. XVI).'>
Die Ausbreitung des von Schwerin'schen Geschlechts auch in Curland erfolgte durch Hans Bonesvierten Sohn Jacob von Schwerin (Taf. IX. 9 und Taf. XVI. 1). Abgesehen von seinem Antheil an denAltwigshagen'schen Erbgütern, welcher ihm durch Auseinandersetzung mit seinen Brüdern zugefallen war,gelangte Jacob durch Herzog Albrecht von Preussen, bei dessen jungem Sohne Albrecht Friedrich er seit1558 die Hofmeisterstelle bekleidete, als Belohnung für seine Verdienste 1562 in den Lehnbesitz der GüterSeemen und Grünwalde im Amte Gilgenburg und 1566 in den weiteren Besitz von 4 Hufen in dem wüstenGute Gross-Lüdecke. Diese Preussischen Güter verblieben indessen nicht lange in der von Schwerin'schenFamilie, vermuthlich veräusserte sie schon Jacob selbst, erwarb statt deren 1573 das Gut Alschwangenin Curland und nahm dort seinen dauernden Aufenthalt. Alschwangen blieb nunmehr das Stammgut derLinie bis gegen die Zeit ihres Erlöschens um die Mitte des 18. Jahrhunderts und gab derselben den Namen;1728 kam es durch Verkauf aus dem Besitz der Familie.
Ausser der Herrschaft Alschwangen, zu welcher im Jahre 1633 die Güter Bassen, Neuhof, Adsen,Guddeneeken, Blinten, Grawern und Felixberg gehörten, führte Johann Ulrich von Schwerin (No. 5) in derersten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Linie aus dem Besitze seiner Gemahlin das in Polen belegene Gut Genti-liski und Graf Wladislaw Georg von Schwerin (No. 21) um 1728 durch Ankauf die Herrschaft Oszert inWeiss-Russland zu.
Mit dem Letzteren verschwindet die dritte Linie der Bönen, die Linie Alschwangen, nach etwa 150jäh-rigem Bestehen in der siebenten Generation aus unserem Gesichtskreis. Sie hat im Ganzen 24 Mitgliedergezählt: 14 männliche und 10 weibliche.
16. Die (jüngere 2 >) Linie Altwigshagen (Taf. XVII).
Stammvater dieser vierten Linie der Bönen ist Hans Hugold (1556—1602, Taf. IX. 11 und Taf. XVII. 1),der sechste Sohn des Hans Bone; doch fand sie die Begründung ihrer Bezeichnung erst durch dessen
1) Der Stammtafel XVI ist als älterer Sohn Jacobs (No. 1) noch Hans von Schwerin (1586 —1617) hinzuzufügen. Vgl.Th. II S. 284 und Anm. 5. — 2) Vgl. S. 9.
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