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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
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8. Die Linie der Bönen (Taf. IX).

Sie ist diejenige, welche das Spantekower Geschlecht der Schwerine vor allen andern Zweigen desselbendurch 9 Linien, von denen 8 noch heute in Blüthe stehen, zahlreich fortgepflanzt und weit über Pommernhinaus verbreitet hat. Die Linie begann um 1418 mit Hans von Schwerin (Taf. VIII. 44 und Taf. IX. 1)und trägt ihren Namen von dem Beinamen Bone, welchen sowohl der Stifter der Linie als auch dessendrei Söhne führten. Sein Enkel, ebenfalls Hans geheissen (No 5), hatte 6 Söhne, von welchen der älteste,Christoph, die Linie Löwitz stiftete, der zweite, Henning, die Linie Cummerow, der vierte, Jacob, dieLinie Alschwangen in Curland, und der sechste, Hans Hugold, die (jüngere) Linie Altwigshagen. Wie dieStifter dieser Linien zu dem Zweige der Bönen gehörten, so werden auch diese vier Linien selbst unddie weiterhin aus ihnen sich herausbildenden Unterlinien sämmtlich in der Familie schlechtweg die Liniender Bönen genannt.

9. Die Linie Löwitz (Taf. X), 1 '

ward begründet um die Mitte des 16. Jahrhunderts durch Christoph von Schwerin und trägt ihren Namenvon dessen väterlichem Erbgut Löwitz; in ihrer Hauptlinie bestand sie nur 200 Jahre durch 5 Generationenund kam mit ihren Besitzungen über Vorpommern nicht hinaus. Aus ihr stammten der Erbauer der VesteRheinfels, der Hessische General - Lieutenant Dettlof von Schwerin (No. 23), an welchen im Jahre1706 die Putzar'schen Güter kamen, und der berühmte 1757 bei Prag gefallene General-FeldmarschallGraf Curd Christoph von Schwerin (No. 32). Dagegen zweigten sich aus der Hauptlinie zwei Unterlinienab, welche noch heute einer zahlreichen Mitgliederschaft sich erfreuen. Die ältere,

10. Die Linie Putenitz-Löbenitz, jetzt Husby in Schweden (Taf. XI),

begründete im Anfange des 17. Jahrhunderts bereits Christophs Enkel, Christoph Heinrich von Schwerin(Taf. X. 5 und Taf. XI. 1), nachdem ihm gegen Verzichtleistung auf das väterliche Erbe im Jahre 1624die im Franzburger Kreise des Begierungsbezirks Stralsund belegenen, von der Mutter herstammenden Pute-nitzer Güter zugefallen waren, zu welchen sich für seinen Sohn Claus Ulrich (No. 3) wiederum aus mütter-licher Erbschaft auch noch das ebenfalls im Franzburger Kreise liegende Gut Löbenitz gesellte. Diese GüterPutenitz und Löbenitz haben der Linie ihren ursprünglichen Namen gegeben. In der vierten Generationindessen kam die Linie durch Heirath zu ansehnlichem Besitz in Schweden, bestehend aus den in Ostgoth-land belegenen von Burensköld'schen Fideicommissgütern Fyllingarum, Idingstad, Hylinge, Hulterstadt, Husby;diese verblieben der Linie und wurden durch weitere Erwerbungen in Ostgothland noch vermehrt, währenddie väterlichen Erbgüter in Pommern in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch Verkauf aus derFamilie kamen. Die Linie, welche auf diese Weise völlig nach Schweden als ihrer zweiten Heimath sichverpflanzt hatte und hier durch die Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand ausgezeichnet wurde, nenntsich nunmehr nach dem Majoratsgute Husby. wo zuerst Graf Curd Philipp Carl von Schwerin (No. 26)seinen Wohnsitz nahm, die Linie Husby.

Die Linie steht gegenwärtig in der neunten Generation und zählt bis jetzt 61 Mitglieder, darunter37 männliche, von welchen heute noch 8 am Leben sind, 2 aus der siebenten Generation, 5 aus der achtenund eins aus der neunten, und 24 weibliche, von welchen ebenfalls noch 8 leben, 2 aus der siebenten und6 aus der achten Generation.

Zur Linie gehört der als Propst zu Sala 1834 gestorbene Graf Fredrik Bogislaus von Schwerin(No. 33) und der gegenwärtige Senior des Geschlechts, der Schwedische Hofmarschall Graf Adolf Henningvon Schwerin (No. 36) auf Borkhult.

Der jüngere aus der Linie Löwitz hervorgegangene Zweig ist

11. Die Linie Schwerinsburg (Taf. XII).

Ihr Stammvater ist Graf Hans Bogislav von Schwerin (1683 1747), der ältere Bruder des General-Feldmarschalls Curd Christoph (Taf. X. 31 und 32). Zu den Erbgütern der Hauptlinie Löwitz in Vor-

1) Zur Stammtafel X über die Linie Löwitz ist als ältester Sohn des Stifters derselben, Christoph, unter l a noch Dettlofvon Schwerin 1569 93 nachzutragen.

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