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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
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Curtshagener Linie sind uns 36 Mitglieder, darunter 21 männliche, aus der Stegeborger 87 Mitglieder, dar-unter 18 männliche, bekannt geworden; von der Curtshagener Linie leben aus den drei letzten Generationenheute noch 7 männliche und 6 weibliche, von der Stegeborger noch 6 männliche und 14 weibliche Mitglieder;zur jüngsten (fünften) Generation der Linie Curtshagen zählten überhaupt 5, jetzt noch 4, zu der der LinieStegeborg überhaupt 18, jetzt noch 13 Mitglieder.

Nach dem Vorstehenden ist die Gesammtlinie Altwigshagen (mit Einschluss des Usedomer Zweigesund der Linien Aurose-Demnitz, Curtshagen und Stegeborg) ebenso wie die Usedom'sche Linie auf der InselUsedom, in Vorpommern und in Schweden ansässig gewesen und in Vorpommern und Schweden noch heutebegütert; sie besteht wie jene länger als 600 Jahre und zählt bis jetzt ebenfalls 18 Generationen. Von denungefähr 180 Mitgliedern der Linie 1 'sind uns 127 männlichen Geschlechts dem Namen nach bekannt ge-worden, von welchen 13 gegenwärtig noch im Leben stehen.

C. Werner von Schwerin (125884) und seine Descendenz.

6. Die Spantekower Linie nebst der Linie Iven (Taf. VII).

Werner von Schwerin, der jüngste der drei Brüder, welche um die Mitte des 13. Jahrhunderts ihreMeklenburgische Heimath aufgaben und zunächst auf der Insel Usedom sich niederliessen, zog, wie wir be-reits oben bemerkt haben, um 1258 mit seinem Bruder Oldag nach Vorpommern hinüber, machte sich inSpantekow ansässig und ward der Stammvater der dritten Pommerschen Hauptlinie des Geschlechts vonSchwerin, der Spantekow'schen, und in dieser und 15 Unterlinien, von welchen gegenwärtig noch 8 bestehen,der Begründer einer sehr zahlreichen und weitverbreiteten Nachkommenschaft. Werners Nachkommen be-schränkten sich nicht, wie die seiner Brüder, auf Pommern und Schweden, sondern erwarben zum Theilansehnlichen Grundbesitz auch in Meklenburg, Brandenburg, Preussen, Kurland, Bussland, Polen, Posen,Schlesien und Sachsen. Noch nicht 200 Jahre bestand die Hauptlinie, als sie in 3 einzelne besondereLinien sich auflöste, welche die Spantekower Linie weiterführten, während die übrige Descendenz Wernersschon in der achten Generation mit dem Ausgange des 15. Jahrhunderts ausstarb.

Die eine dieser gesonderten Linien war der Zweig Iven, begründet durch Gerd von Schwerin(No. 50) um 1455 und benannt nach dessen Besitz in dem Vorpommerschen Gute Iven. Auch dieserZweig erlebte nur die achte Generation, er erlosch im Mannesstamme 1696 mit Paul Heinrich (No. 77),welcher Sohn und Enkel überlebt hatte; nur 19 Mitglieder hat dieser Zweig aufzuweisen, 13 männliche und6 weibliche. Das Stammgut kam an die Grafen von Flemming.

Die zweite Linie, welche von der Spantekower Hauptlinie sich absonderte, war

7. Die Linie Putzar (Taf. VIII).

Sie ging um 1450 von Ulrich (Taf. VII. 58 und Taf. VIII. 1), dem vermuthlichen Gründer vonPutzar, aus, beschränkte sich mit ihren Besitzungen gleichfalls auf Vorpommern und erlosch im Mannes-stamme ungefähr zu derselben Zeit wie die Linie Iven im Jahre 1706 mit Jürgen Christoph von Schwerin(No. 56), dessen einziger Sohn Jürgen Ewald, zugleich der einzige Spross in der siebenten Generationder Linie, nur wenige Monate alt geworden und lange vor ihm gestorben war.

Die Putzar'schen Güter kamen an den General-Lieutenant Dettlof von Schwerin von der LöwitzerLinie (Taf. X. 23).

Die Linie Putzar bestand zwei und ein halbes Jahrhundert; unter ihren 62 Mitgliedern waren 38 männ-liche, zu welchen auch der bekannte Grosshofmeister Ulrich von Schwerin (No. 5) gehörte, sowie Vivigenzvon Schwerin (No. 53), der letzte Besitzer Spantekows vor dem 200jährigen Rechtsstreit um diesesBesitzthum. 2 >

Der dritte von der Spantekower Hauptlinie sich absondernde Zweig war

1) Die Zahl steht nicht genau fest, weil wir von Bispraw von Schwerin (Taf. V. 22) nur wissen, dass ermehrere Kinder"

hatte. 2) Vgl. Abschnitt 3 No. IX unter Spantekow.

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