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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
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hatte, führte zunächst zu einer Gütertheilung zwischen seinen Söhnen Ludolf, Heinrich und Alexander (No. 57)und dann weiter zur Begründung zweier besonderer Linien, der Parchim'schen und der Bützow 1 sehen, dieerstere begonnen und weiter gefuhrt durch Ludolf, die zweite durch Alexander; Heinrich starb, soviel wirwissen, kinderlos. Von diesen beiden Linien, deren Sonderung in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundertserfolgte, bestand die Bützow'sehe die kürzere Zeit, sie erlosch schon, den Begründer eingerechnet, in undmit der sechsten Generation im Anfange des 15. Jahrhunderts nach etwa 150jährigem Bestehen und zwarmit Johann von Schwerin (No. 30), wohnhaft zu Beilin; 16 Mitglieder derselben sind uns bekannt ge-worden, 15 männliche und eim weibliches.

Die Parchim'sche Linie erhielt sich durch 9 Generationen, welche aber ebenfalls nur durch 15 Mit-glieder repräsentirt werden, ein Jahrhundert länger, sie starb aus um 1513 gleichfalls mit einem Jo-hann von Schwerin (No. 36), angesessen in Stralendorf, Darz und Dargelütz, dem Letzten nicht nurder Parchim'schen, sondern überhaupt der Meklenburgischen Linie des Geschlechts von Schwerin; denneine Ausbreitung der Parchim'schen Linie in Schweden durch die im Anfange des 14. Jahrhunderts dorthinausgewanderten Brüder Gerhard und Johann (No. 13 und 14) den dritten ebenfalls nach Schwedengegangenen Bruder Otto (No. 15) und dessen Nachkommen finden wir später wieder in Meklenburg istnicht festzustellen. 1 '

Im Ganzen bestand diese Meklenburgische Linie, welche (von 1178 c. 1513) doch etwa 335 Jahre,also fast die halbe bisherige Dauer des ganzen Geschlechts blühte und 12 Generationen umfasste, nur aus 36urkundlich nachweisbaren Personen, von welchen, auf die Jahrhunderte vertheilt, wobei wir die Personen demJahrhundert zuweisen, welchem der grössere Theil ihres Lebens angehört, ein Geschlechtsmitglied zumzwölften Jahrhundert, 9 zum dreizehnten, 17 zum vierzehnten, 8 zum fünfzehnten und wiederum ein Mit-glied zum sechszehnten Jahrhundert zählt.

II. Die Pommerschen Linien (Taf. II. XXII).

Die erste Erwähnung des Familiennamens von Schwerin in Pommern erfolgte 1251, 2 > also 73 Jahrespäter als in Meklenburg; ihn führten drei Brüder, Namens Gerhard, Oldag und Werner (Taf. II.'24).Der Vater dieser Brüder wird nirgends erwähnt; wäre er in Pommern selbst zu suchen, so müsste er seinenNamen (wie wir bereits bei der Meklenburgischen Linie ausgeführt haben), da derselbe wie bei den genanntenSöhnen selbstverständlichvon" Schwerin gelieissen haben wird, einem Orte dieses Namens entlehnt haben;doch gab es 1251 in Pommern noch keinen Ort des Namens Schwerin, alle jetzt so benannten Orte daselbst sinderst später entstanden, am frühesten das Dorf Schwerin bei Daher, welches jedoch erst, nachdem Herzog Barnim1257 dem Grafen Gunzelin von Schwerin 4000 Hufen Landes bei Daber geschenkt hatte, wobei bereits dergenannte Gerhard von Schwerin als Zeuge thätig war, 3 > von den Grafen von Schwerin gegründet worden ist.

Ebenso sind aus unserer Betrachtung alle diejenigen Personen des Namens von Schwerin (de Zwerin ,, ) auszuschliessengewesen, welche im 13. und 14. Jahrhundert ziemlich zahlreich in der Meklenburgischen Stadt Wismar als Bürger auftretenund ohne Zweifel mit der Bezeichnung von Schwerin nur den Ort angeben, von welchem aus sie nach Wismar eingewandertsind. Wir erwähnen von diesen unter Beifügung der Jahre, wie sie zumeist aus dem Wismarer Stadtbuch sich haben fest-stellen lassen, folgende:

126072,

Lambert von Schwerin 1255 60,

Hinrick etwa 126085,

Alexander etwa 126072,

Willikin ]

ChristinaGerardJacob )

Ermegardis 1275,

Tanquardus, sutor, 127689,

Otto 1278,

Conradus 127891,

Hildebrandus 128489,

Conradus, filius ejus, 128489,Marquardus, clericus, frater Hinrici, 1288,

1) Dem Gesagten widerstreitet auch nicht,

Jacobus 129397,Hinricus bis 1294,Reyneke, Scolaris, 1294,HildebrandHerbordusCopekeHermannusHinricusHeine

Bertholdus, faber,HermannusOtto

Henricus 1314,

Claus 1314,

wurden Bürger inWismar zwischen1290 und 1304.

Henricus, underkoper, 1319,

Kerstin 1319,

Reineco 1319,

Godeco 1320,

Hinricus 1324,

Johannes, dolifex, 1326,

Copeke 1329,

Hince 1331,

Thideke 1337,

Arnd 1337,

Henneke, koldregher, 1338,Henneke 1339.

dass in späterer Zeit wiederholt und noch heutigen Tags Mitglieder des Geschlechtsvon Schwerin in Meklenburg angesessen erscheinen; diese sind sämmtlich Glieder der Pommerschen Linien, welche aufs Neuedas Geschlecht theils vorübergehend theils dauernd in das Meklenburgische verpflanzt haben. 2) U. B. II. 1. 3) U. B. II. 7.