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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
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Der erste, allgemeine Theil des vorliegenden Werkes ist der Zeit seiner Entstehung nach der jüngste;ihm mussten sowohl das Urkundenbuch als auch die biographischen Ermittelungen voraufgehen, wenn indemselben nicht nur die in familiengeschichtlichen Arbeiten herkömmlichen Abschnitte über den Ursprung,den Namen und die Ausbreitung des Geschlechts, die Besitz- und Standes-Verhältnisse, die Wappen undSiegel u. s. w. behandelt, sondern, wie wir es versucht haben, auch statistische Zusammenstellungen überdie Berufsgattungen und über besondere Lebensverhältnisse der Geschlechtsmitglieder, sowie in einem Anhangübersichtliche Listen und Verzeichnisse über die verschiedensten Begebenheiten in deren öffentlichem undFamilienleben gegeben werden sollten.

In dem Abschnitt 3 über die Besitzverhältnisse des Geschlechts 1 ' haben wir durch die Beigabe von(19) Ansichten der interessantesten (noch erhaltenen) älteren Baudenkmale sowie einiger von Schwerin'-scher Wohnsitze der Neuzeit einem allgemeinen Wunsche der Familie entsprochen. Es bedarf überhauptan dieser Stelle der Bemerkung, dass dieses Buch in erster Linie für die Familie von Schwerin geschriebenworden ist und dass wir demgemäss in Betreff des Inhalts und der Form auf diese vorzugsweise Rücksichtgenommen, ja deren bezügliche Beschlüsse auf den wiederholten Familienconferenzen als bindend betrachtethaben.

Noch sei erwähnt, dass in dem eben gedachten Abschnitt über die Besitzverhältnisse der Aufsatz überSpantekow seit dessen Reluition 2 ' von dem jetzigen Besitzer desselben, dem Herrn Grafen von Zieten-Schwerin(Taf. XXI. 25), welchem wir auch sonst manche werthvolle Beihülfe für unsere Arbeit zu danken haben,herrührt, und ferner, dass aus dem Material und den Forschungen, welche diesem Werke zu Grunde liegen,bereits eine kurze genealogische Abhandlung über das Geschlecht von Schwerin durch den mitunter-zeichneten Grafen Leonhard von Schwerin in der Besonderen Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger No. 40 und41 vom 5. und 12. Octb. 1872 veröffentlicht worden ist.

Für die durchgängige Wahl der lateinischen Lettern des Druckes ist der Hinblick auf die in Schwedenansässigen Glieder des Geschlechts entscheidend gewesen. Der cursive Druck bezeichnet überall wörtlichübernommenen Text. Die runden Klammern schliessen Ergänzungen, die eckigen Klammern irrthümlicheund deshalb zu tilgende Zuthaten ein.

In Betreff des Druckes dieses Werkes mit Einschluss der Stammtafeln ist bereits bemerkt worden,dass er in der Buchdruckerei von Wilhelm Gronau zu Berlin 3 ' ausgeführt sei. Die Siegelzeichnungen rührenmit wenigen Ausnahmen von dem Maler Clericus in Berlin her, die Zeichnungen der Einzel-Portraits mit einerAusnahme 4 ' von dem (inzwischen verstorbenen) Portrait- und Genremaler Albert Burger, die Randzeichnungenzu denselben wie auch zu den beiden Gedenkblättern von dem Historienmaler Professor Ludwig Burger zuBerlin. Die Aufnahme der Landschaften erfolgte allermeist durch den Architectur-Maler von Keller, dieHerstellung des photographischen Theiles der Gedenkblätter durch den Photographen Carl Günther, Beidezu Berlin; der Druck sämmtlicher Kunstblätter ist in der Kunstdruckerei von Wilhelm Loeillot zu Berlin 5 'ausgeführt worden.

Das laufende Jahr 1878, in welchem unsere Arbeit vollendet worden, ist zugleich ein Jubeljahr fürdas Gesammtgeschlecht von Schwerin: denn genau vor 700 Jahren, im Jahre 1178, wurde diejenige Ur-kunde 6 ' niedergeschrieben, welche den ersten Schwerin, der überhaupt diesen Namen getragen, nach unseremWissen zum ersten Male nennt.

1) Th. I S. 18 ff.

2) Th. I S. 60 ff.

3) Lützow-Strasse 9.

4) Diese Ausnahme bildet das Portrait des Freiherrn Werner Gottlob von Schwerin (Taf. XX. 42), welches erst in neuesterZeit (nach Albert Burgers Tode) von dem Portraitmaler und Lithographen Carl Süssnapp zu Berlin angefertigt worden ist.

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