124 Anhang für den Koch im Felde.
ankömmt, wenn man 10 bis 12 Stunden zuPferde auf dem Marsche gewesen ist, und sich.nun zur Arbeit hinstellen muß, ist leicht zu er-achten. Ich habe dieses mühevolle Leben inder Campagne 1792. ganz kennen lernen.Vier ganzer Monathe lang, wo ich nur unterfreyem Himmel kochen konnte,, mußte ich diegrößte Last geduldig ertragen.
Zur Erhaltung der Ordnung im Felde, istein für alle Mahl unumgänglich nothwendig,daß nach aufgehobener Tafel augenblicklich alleKüchengcrathc wiederum gereinigt, in denKorb, und in das Fachwerk, wohin sie gehören,gelegt, die Körbe verschlossen, und mit Riemenüberschnallt an den zum Aufpacken bestimmtenOrt gesetzt werden. Auf die Weise wird nichtleicht etwas von dem Gerathe verschleppt, unddie Sachen-sind alle bey einem unvermuthetenAufbruche sogleich bereit. Das Geschirr mußimmer gut verzinnt, und in brauchbarem Stan-de erhalten werden.
Der Koch muß bestandig auf seine Vor-rathe bedacht seyn, sie nie ganz ausgehen las-sen, und jede Gelegenheit auf dem Marsche,durch Städte und Dörfer nutzen, dieselben fürbaares Geld wieder anzuschaffen. Besondersmuß er auf gutes Mehl, Butter, Fleisch, Fe-dervieh, Schinken, Speck, Oehl, Citronen,Weinessig, Eyer, Caffee, Zucker, trockenes
Ge-