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Verladebrücken.
Ausgeführt 1924 von Fried. Krupp, A.-G.
strielle Zweckbauten (Bild S. 170). Man möchte ganze Satzreihen aus dem tempe-ramentvollen Buche von Le Corbusier über „Kommende Architektur" hier wieder-geben: „Die Architekten von heute gestalten die einfachen Formen nicht mehr.Sie haben Angst, die Oberfläche dem Gesetz der Geometrie zu unterwerfen". Erdenkt dabei natürlich mehr an Frankreich, als an uns. Vor unseren heimischen In-dustrieschöpfungen verstehen wir wohl den Sinn seiner Worte: „Auf die Berech-nung sich stützend, verwerten die Ingenieure geometrische Formen und befriedigenso unsere Augen durch die Geometrie und unseren Geist durch die Mathematik.Ihre Werke sind auf dem Wege zur großen Kunst". Und auch das stimmt: „DerIngenieur, belehrt durch das Gesetz der Sparsamkeit und geleitet durch die Berech-nung, setzt uns in Einklang mit den Gesetzen des Alls. Er erreicht die Harmonie ...Die Ingenieure von heute finden sich im Einklang mit den Grundsätzen, die Bra-mante und Raffael schon vor langer Zeit angewandt haben". Aber so dachte schonvor 30 Jahren ein Frank Lloyd Wright: „Es ist Ingenieurkunst, die aufbaut, waswahrhaftig gebaut wird". Die imposante Parade der Kruppschen Hochöfen amRheinufer zu Rheinhausen ist eines der erhabensten Bilder, die der Rheinstromzeigen kann, vor allem abends, wenn Rauch und Feuer sie umspielen und der Stromdas Gemälde widerspiegelt. Mensch und Eisenbahnwagen sind der Maßstab dergewaltigen Ausmaße (Bild S. 168). Vor den Hochofentürmen vielgleisig die war-tenden Wagen (Bild S. 173). Über sie hinweg spannen sich in elastischem Schwung