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Körners Kirche in Essen-Frillendorf liegt auf gewölbt ansteigendem Ge-lände. Das bestimmte Anlage und Form (Bild S. 164—166). Der geräumige Vorbaufaßt Eingangshalle, Taufkapelle, Paramentenraum, Orgeltribüne. Die Beichtstühlesind in sechs halbkreisförmigen Kapellen seitlich um den Hauptbau gelegt unterge-bracht. So ist der eigentliche Kirchenraum frei von allem, was nicht zum Altardienstgehört. Licht flutet durch die hohen Fensteröffnungen des Kuppeldaches in den ovalenRaum. Thorn-Prikkers Glasmalerei wird das Innere der Kirche geheimnisvoll farbigstimmen. Der Altar, Konzentrationspunkt des Gotteshauses, soll alle Aufmerk-samkeit auf sich hinlenken. Er soll lichterfüllt sich aus allem abheben. Daher derTurmbau über ihm, durch dessen hohe Fenster sich das Licht über die heilige Stätteergießt. Dahinter Pfarr- und Gemeindehaus, Schule usw. So hat der über demAltar aufsteigende Turm auch außen Sinn für die ganze Baugruppierung. Er wirderst recht Bedeutung gewinnen, wenn die vorgesehene Besiedlung um die Kuppedes Geländes ausgeführt sein wird. Der unvollendete Zustand des schon 1923 be-gonnenen Kirchenbaues läßt einigermaßen die später erst zur Wirkung kommendeSchönheit der Raumwirkung ahnen. Zur Ergänzung zeige ich, da der Turm nochnicht vollendet ist, hier noch Entwurfsskizzen und Grundriß. Daß der Kirchenbaugerade bei uns den Anschluß an neuzeitliches Bauschaffen finden würde, war eineNaturnotwendigkeit, denn im Lande der Industrie und des wiedererwachten Back-steinbaues wirkt eine Stilkirche mit ihren spielerischen Dekorationsformen immerkümmerlich. Die Errungenschaften des Industriebaues, des Eisen- und Eisenbeton-baues sind die Paten des neuen Kirchenbaues.
Duisburg-Homberger Rheinbrücke.
Vollendet 1907.