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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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für die kümmerlichen Verhältnisse seiner Entstehungszeit. ... Das Äußere des Ge-bäudes ist in den nüchternen Formen des Klassizismus gebaut, ohne jedes Risalit,mit ganz glatten Flächen, ohne irgendwelchen architektonischen Zierrat". Nichtlachen, bitte! Der künstlerische Wert des Bauwerks konnte ja gar nicht schlimmerverkannt werden!Da Zweckmäßigkeit das Grundprinzip allen Bauens ist",schrieb Schinkel,so bestimmt die möglichste Darstellung des Ideals der Zweck-mäßigkeit, das ist der Charakter oder Physiognomie eines Bauwerks, seinenKunstwert". Man darf in diesem Zusammenhang ruhig behaupten: Die neue Archi-tektur hat viel innigere künstlerische Beziehungen zur großen baugeschichtlichenVergangenheit, als die historisierende Architektur des 19. Jahrhunderts. Und dassollte doch zu bedenken geben!!! Das Wesen baukünstlerischen Gestaltens liegteben in ganz anderen Dingen, als kunstgeschichtliche Stillehre des 19. Jahrhun-derts glaubte.

Der Breidenbacher Hof ist nun kein Backsteinbau. Er ist mit Ettringer Tuff-stein umkleidet. Aber das ist für unseren Zusammenhang hier ganz gleichgültig.Aus der Not der Zeit hat man damals auf den Backstein verzichtet. Aber vielleichtist das kein Nachteil für das Gesamtbild der Nachbarschaft mit dem gegenüber-liegenden Carschhause und für die Wirkung des Wilhelm-Marx-Hauses.

Außer den bisher genannten Architekten haben wir heute in unseren rheinischenIndustrie- und Handelstädten eine große Anzahl ganz vortrefflicher Backsteinbau-

Düsseldorf Kaiserswerther Straße.

Etagenwohnhäuser. Architekt Fritz Becker, Düsseldorf.