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Was Fischer aus den gegebenen örtlichen Schwierigkeiten der vielfachen Bau-aufgabe geschaffen hat, bleibt ein suggestiv stark wirkendes Kunstwerk. Haupt-motiv und Maßstab des Bauwerks helle Fensterrahmen auf dunkelroter Klinker-fläche, rhythmisch zusammengefaßt von dunkeltonigen Keramikbändern durchFensterbänke und Fensterstürze laufend, dann durchschossen von den vertikal auf-steigenden, von unwiderstehlicher Auftriebskraft erfüllten Treppenhäusern (Bild S.150,151a); diese vertikalen lichten Streifen der Treppenhäuser, in Breite und Höhetreffsicher bestimmt zwischen den Eckvorsprüngen der Fassaden. Darüber dashohe und breite ungegliederte Backsteinstirnband, dessen zugehörige Räume vomHof her belichtet werden, und als zusammenfassender Abschluß der vorkragendeDachrand. Weder die Horizontalbänder, die die Fenster fest zusammenfassen, nochdie Art und Weise, wie Treppenhaus zwischen Stirnband und Eckvorsprüngen an-geordnet ist, ist für den Kenner geschichtlicher Backsteinbaukunst am Niederrhein,in Holland und im Münsterlande im 18. Jahrhundert an sich etwas Neues. Wie aber
esse sind, gelangen selten in unsere Bibliotheken, wo man sie zum Nachschlagen suchen möchte.Ich bitte daher unsere Architekten in den Rheinlanden und im Industriegebiet, ihre Festschriftenaus Anlaß der Einweihung eines Monumentalbaus oder einer Siedlung immer auch versenden zuwollen an die Bibliothek der Technischen Hochschule zu Aachen, der Kunstakademie zu Düssel-dorf, der Kunstgewerbe- und Baugewerkschulen und des Rheinischen Vereins für Denkmalpflegeund Heimatschutz, Düsseldorf, Ständehaus.
Gelsenkirchen.
Hans-Sachs-Haus. Erbaut 1926. Architekt Alfred Fischer, Essen. Vgl. Bild S. 151.