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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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Essen Haus Dr. Imhoff.

Architekt Alfred Fischer, Essen.

Ersatz bringe ich Fischers Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen (Bild S. 150 -153).Gelsenkirchen liegt zwar schon in Westfalen. Aber das Land zwischen Duisburgund Bochum, verbunden durch Wirtschaft und eigene Kulturpolitik, die immer mehrselbständigen Ruhrlandcharakter enthüllt, kennt keine kulturell trennendenStammesgrenzen. Die in Gelsenkirchen gestellte Bauaufgabe ist in vieler Hinsichtauch von grundsätzlicher Bedeutung für unsere Industriestädte, daß ich schon des-halb hier das Hans-Sachs-Haus nicht unerwähnt lassen möchte.

Der Bau enthält Büroräume für Privatunternehmungen und für behördlicheDienststellen, Konferenzzimmer, städtische Bücherei und Lesesäle, Ausstellungs-räume, Hotel und Gaststätte, im Erdgeschoß Kaufläden, dann einen Konzertsaalmit 1500 Sitzplätzen und einem Podium für 300 Mitwirkende. Das umschreibt dieneuen Bauaufgaben unserer Industriestädte, die aus wirtschaftlichen Gründen füreine würdige Gaststätte und bequeme Übernachtung, für Ausstellungs- und Bera-tungsgelegenheit sorgen müssen, die andererseits dem gerade in den Industriestädtensehr gepflegten Theater- und Musikleben einen würdigen äußeren Rahmen zuschaffen suchen. Neuartig und ein Zeugnis für die künstlerische Einstellung istauch die Art, wie die Stadtverwaltung den Wettbewerb um die Ausführung desGebäudes veranstaltet hat: außer zwei ortsansässigen Architekten hatte sie FritzBecker (Düsseldorf), Alfred Fischer (Essen) und Georg Metzendorf (Essen)aufgefordert, sich an der Konkurrenz zu beteiligen; dann hatte jeder der Wett-