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Industrie und Industriebauaufgaben waren für den Schwaben Alfred Fischereine glänzende Schulung sachlichen Gestaltens, ob es sich um seine schmucklosen,aber mit Treffsicherheit entworfenen Wohnbauten handelt (Bild S. 148) oder umein schlichtes Pumpwerk (Bild S. 149) oder um einen monumentalen Auftrag wiedas Verwaltungsgebäude des Ruhrsiedlungsverbandes in Essen. Der Bau liegtKreis' Emschergenossenschaft gegenüber (Bild S. 92). Dieses gegenüber heißt nichtallein Zeitunterschied von 20 Jahren in der Entwicklung des neuen niederrheinischenBacksteinbaus; es ist auch der Unterschied zwischen einem übersprudelnden, er-findungsreichen Temperament und einem durch Beschäftigung mit Industriebautenauf strengste Sachlichkeit eingestellten und in rhythmischer Gestaltung geschultenTheodor-Fischer-Schüler, der sich selbst am besten mit seinen eigenen Wortencharakterisiert: „Die Dekoration hat abgewirtschaftet. An Stelle des Scheins trittdas Sein. Das neue Bauwerk, Produkt in neuer Geistigkeit Schaffender, entstehtaus der Diktion des Materials, der Konstruktion, des Zwecks. Alles Beiwerk fällt.Wahrheit, Klarheit, Einfachheit sind die Richtlinien, denen der schöpferische Geistfolgt". Das Verwaltungsgebäude des Ruhrsiedlungsverbandes in Essen ist zur Zeitnoch nicht ganz vollendet 1 . Ich kann es daher leider nicht im Bilde vorführen. Als
1 Verbandspräsident und Verbandsdirektor des Ruhrsiedlungsverbandes lassen zur Zeit dreigroße Verwaltungsgebäude aufführen. Das Verbandspräsidium baut Edmund Körner, diebeiden anderen Bauten werden ausgeführt von Alfred Fischer und Georg Metzendorf.
Köln-Deutz.
Ausstellungshallen im Rheinpark. Der Messehof. Erbaut 1927. Architekt Adolf Abel. Vgl. Bild S. 147.