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Essen — Margaretenhöhe.
Blick in die Winkelstraße. Erbaut 1911. Architekt Georg Metzendorf.
Ein Blick auf den Lageplan zeigt die Wandlung in der Bebauung (Bild S. 75) 1 .Die Bauten am Marktplatz der Margaretenhöhe verraten noch Metzendorfs alteNeigung zu reizvoller Einzelbehandlung in der Gliederung der Fassade der Konsum-anstalt, des Giebels und der Laubengänge an dem gegenüberliegenden Gasthauseund an den beiden Langseiten (Bild S. 78, 79). Aber man wird sich der Schönheitder geschlossenen Raumwirkung des rechteckigen Platzes nicht entziehen können,der feinsinnigen Massenverteilung auf den einander gegenüberliegenden Schmal-und Langseiten, was dem Raum den festen Rahmen gibt. Es spricht auch für diekünstlerische Abwägung, mit welcher Sicherheit Metzendorf den Platz für denBrunnen bestimmt und Josef Enseling dessen Formen aus den gegebenen Raum-verhältnissen des Marktplatzes und der einmündenden Straßen entwickelt hat. Inden folgenden Bauabschnitten — und seit dem Jahre 1909 kann die Margareten-höhe auf nicht weniger als 20 sich folgende Bauabschnitte zurücksehen — wird dieGestaltung immer schlichter, ohne in irgend welches Schematisieren zu verfallen;nicht allein, daß der Baukünstler aus dem wechselnden Gelände immer wieder neueBilder formt, auch unter dem künstlerisch erkannten und selbst auferlegten Zwang
1 A. E. Brinckmanns Buch „Deutsche Stadtbaukunst in der Vergangenheit" (1911, 2. Auf-lage 1920) hat das Verdienst, ganz außerordentlich anregend auf unser Siedlungswesen gewirkt zuhaben durch seine feinsinnige Beobachtung von Maßstab und Einheitlichkeit in der horizontalenGeschoß- und Profilhöhe und deren Bedeutung für die Wirkung der alten geschlossenen Straßen-bilder.