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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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altgeschichtlicher Kleinstadt- oder dörflicher Siedlungen. Zur besseren Orientierungvergleicht man den unter den Bildern angegebenen Blickpunkt CM mit den ent-sprechenden Angaben auf dem Lageplan S. 46.

Gegenüber den Erholungshäusern (Bild S. 41) wurden 1911 an der Agathastraßedie Pfründnerhäuser geschaffen (Bild S. 58 b), anschließend daran der Witwen- undWitwerhof, geschützte Laubengänge, um einen gärtnerisch ausgestatteten Hof,dahinter die Wohnräume (Bild S. 60, 61 a). Das ist ein rührend ausgestattetes Stück-chen Erde voll malerisch anheimelnder Bilder. Treppen führen aus der von Bruch-steinmauern schützend einfassenden Terrasse der ganzen Anlage hinunter zurAgathastraße. An der Straßenecke die schöne Torhausgruppe (Bild S. 58a). Einein sich abgeschlossene, still friedliche Welt.

Die etwa um dieselbe Zeit wie der östliche Teil des Altenhofs entstandenen Wohn-haussiedlungen Margaretenhof in Rheinhausen, Duisburg gegenüber (BildS. 61b), Dalhauserheide und Emscher-Lippebei Bochum in Westfalen gehenvon gleichen Absichten aus: typisierte Grundrisse, einheitliche Kubusformen derHäuser in Dächern und Geschossen, Tür- und Fensteröffnungen. Komponierengeschlossener Raumgebilde der Straßen mit Reihenhäusern, nur bestimmte Bauten,und diese mit einem Minimum an Aufwand, breiter und höher entwickelt unddurch den schlichten Rahmen der Wohnhäuser herausgehoben, Schulen und Kon-sumanstalt; alter Baumbestand möglichst als Kompositionsfaktor mitverwandt.Diese drei Anlagen sind neue Dörfer vor der Stadt. Die Gestaltungsaufgabe ist aber

Essen Altenhof.

Baugruppe B an der Gußmannstraße auf Lageplan S. 46. (Vgl. Bild S. 63.) Erbaut nach 1900.Baubüro Fried. Krupp, A.-O. Baurat Dr. Robert Schmohl.