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Essen — Altenhof.Konsumanstalt. Erbaut 1910. (Vgl. Bild S. 49.) Baubüro Fried. Krupp, A.-G. Baurat Dr. Robert Schmohl.
Solch ein Gewimmel möcht' ich sehn, auf freiemGrund mit freiem Volke stehn. —Im Vorgefühl von solchem hohem Glück genieß' ich jetzt den höchsten Augenblick."— So war auch Alfred Krupps Ende: er sah die Gartenstadt für seine Arbeiter er-stehen ...
Der Traum der Gartenstadt war Krupps heiliges Vermächtnis an seinen Sohnund Erben Friedrich Alfred Krupp. Er hatte ihm an der Hand der Skizzenin der Nacht vom 17. Mai 1887 in einem Briefe seine Pläne entwickelt. Das Ver-mächtnis war den besten Händen übergeben. Friedrich Alfreds Hauptcharakterzugwar Güte und das Bedürfnis, Gutes zu stiften. Er kleidete das in eine gemüt-vollere Art als der Vater. Er war der mehr künstlerisch Interessierte. Man muß dieErwerbungen des Vaters und Sohnes an Kunstwerken „Auf dem Hügel" mitein-ander vergleichen. Unabhängig von den Wohlfahrtsunternehmungen der Firmamachte er 1892 eine besondere Stiftung zum Bau des „Altenhofes", weit von derFabrik entfernt am Essener Stadtwald, Einzelbauten zu lebenslänglich unentgelt-licher Benutzung für pensionierte Arbeiter (Bild S. 46). Zu den 518 Häuschendes Altenhofs gesellen sich noch zwei Kapellen für beide Bekenntnisse (Bild S. 48,51),eine Bücherausgabe der „Kruppschen Bücherhalle", eine Badeanstalt, zwei Ver-kaufsstellen der Konsumanstalt (Bild S.47, 49), fünf Pfründnerhäuser für Witwenund Witwer (Bild S. 58 b), ein Erholungsheim für Wöchnerinnen, fünf Erholungsheimefür genesende kranke Arbeiter (Bild S. 41), eine Gärtnerei,für die freiwillige Beschäfti-gung der alten Leute eine Flechterei und schließlich der ausgedehnte Park. DerAltenhof war Friedrich Alfred Krupps Lieblingsstiftung, und in dem neuen, 1892