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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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036 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil,

der beiden Apostel vereinigt. Das zweite beginnt mit 0 admirabile Venerisydolum und besteht aus einer fast rührenden Klage eines Klerikers in Veronaüber die Trennung von seinem Lieblingsknaben, der über die Etsch ge-fahren ist und der auf seiner Reise allen möglichen Schutzmächten empfohlenwird. Da am Schlüsse vom Triumph des Nebenbuhlers die Rede ist, soist der Sinn dieser Liebeselegie durchaus eindeutig. Aufgeputzt ist dasGedicht mit einer nicht geringen Menge von antiken Reminiszenzen, dieihm ein schulmeisterliches Ansehen geben, wozu Traube mit Recht dasGedicht eines Modenesen aus dem Jahre 892 x ) verglichen hat. Die Formbeider Gedichte ist auffällig, nämlich Strophen von je sechs (2,2 besitztsieben) Versen, die asklepiadeische Zwölfsilber darstellen; 2 ) die Strophenbesitzen sämtlich den Endreim. Beide Gedichte scheinen gleichen Ver-fasser zu haben und verraten Abstammung aus Kreisen, die noch gelehrteBildung besaßen.

Vortrefflich erläutert und neu aus den Hss. (s. oben) herausgegebensind die Gedichte durch L. Traube, Abhandl. d. philos. philol. Kl. d. kgl. bayer.Akad. 19,299309.

J ) PL. 3, 703 ff.; dort wird auf Troja und j 2 ) Vgl. hierüber W. Meyer, Miineh. SB.

Rom hingewiesen. | 1882 S. 101 f.