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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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611
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Ekkeharts Waltharius, g \ \

Auch an der Richtigkeit dieser Angabe ist nach v. Winterfeld nicht zuzweifeln, 1 ) obwohl Meyer v. Knonau die beiden letzten Gedichte in St. Gallennicht auffand.

Ueb erlief erung. Die vier Sequenzen stehen sämtlich im Sangall. 378, drei enthältSangall. 381; sie beziehen sich auf die Trinität, auf Johannes Baptista, 2 ) Benedikt und Columbanund sind hrsg. von Mone, Latein. Hymnen 3,46.227. 556 und Kehrein, Latein. Sequenzendes MA. S. 117. 251. 357. 370, vgl. Schubiger, Die Sängerschule St. Gallens S. 41 in den Exemplamit Melodie (N. 4). Die fünfte Sequenz (Paulus) steht nur im Sangall. 546 s. XVI, hrsg. vonMüllenhoff und Scherer, Denkmäler 3 2,108, vgl. Bartsch, Die latein. Sequenzen desMA. S.1571 und v. Winterfeld, Anz. f. deutsch. Altert. 27,19 f. Die Afrasequenz steht imSangall. 376 und 381, Einsidl. 121 und Berol. theol. QU s. XI, hrsg. von Mone, Latein. Hymnen3,169. Das Gedicht Ibant pariter im Sangall. 381, hrsg. von Mone 3,436. Der Hymnus0 martyr aeterni patris bei Morel, Latein. Hymnen des MA. S. 176.179. Ueber diese Ge-dichte s. Meyer v. Knonau a. a. O.p. 283f. n.955958 und v. Winterfeld, Anz. f. deutsch.Alt. 17,19-25.

Waltharius. EkkehartIV. berichtet, daß Ekkehart noch in der Schulefür seinen Lehrer das Gedicht Waltharius manu fortis geschrieben habe;es sei metrisch unvollendet gewesen, da Ekkehart damals, obwohl nichtan Jahren, aber in seinen Bestrebungen noch ein Knabe gewesen sei.Nämlich die barbarische Muttersprache Ekkeharts habe aus diesem, dernoch dazu im Gedicht den Deutschen oft habe durchblicken lassen, nichtgerade schnell einen Römer gemacht. Und deshalb habe er sich zu Mainzauf den Wunsch Erzbischof Aribos entschlossen, das Gedicht seines Namens-vetters stilistisch zu überarbeiten. Diese Überarbeitung ist vielleicht er-halten in einer der beiden umgearbeiteten Handschriften, sie hat natürlichfür die Herstellung des Textes keinen Wert. Von besondrer Wichtigkeitaber ist der Umstand, daß ein Gerald, wahrscheinlich ein Mönch vonSt. Gallen, eine Abschrift des Gedichts dem Bischof Erchambald von Straß-burg 3 ) (965991) mit Widmungsversen übersandte, denn die auf dieseAbschrift vom Original zurückgehenden Handschriften sind die Grundlagefür die Textkritik des Gedichts. Doch ist das Werk schon früher verbreitetgewesen, denn v. Winterfeld hat den Nachweis geführt, daß die Flucht derKaiserin Adelheid in Hrotsvits Gesta Oddonis in ziemlich engem Anschlüssean den Waltharius gearbeitet worden ist; 4 ) Hrotsvit aber wird das Gedichtüber St. Emmeram erhalten haben, woher ja auch mindestens eine derheutigen Handschriften stammt. So würden wir also in unsrer Überlieferungauf Abschriften des Geraldtextes und auf Handschriften kommen, die aufeine vor dieser erfolgte Abschrift des Originals zurückgehen; doch sind dieersteren textlich vorzuziehen.

Die neuesten Forschungen über das auch für die deutsche Literaturso wichtige Gedicht haben nun ergeben, daß die von Ekkehart benutzteGrundlage des Gedichts, die er gehört oder gelesen hat, wahrscheinlichvon sehr bescheidenem Umfange gewesen ist. An dieser einfachen Erzählung

, Daselbst S. 18 f. 1 wesen im MA. 3 S. 335; Hellmann, Sedulius

) Bei seinem Aufenthalt in Rom erhielt ; Scottus S.ll n. 2. Erbat denBrem.C 36 s.IX

seiner Kirche geschenkt (Erlcant) presul sancte

clat äona Marie).

4 ) Vgl. Hrotsvithae operaed. v.Winter-

feld p. 219 N.zu 535 und p. 225 f. (zu 722

und 1176).

s.Ekkehart vom Papste Reliquien des Johannes,Ekk. Casus s. Galli 80 p.282; dort wird aucherzählt, daß er in St. Gallen eine Kirche fürdiese Reliquien gebaut habe.

3 ) Verse über ihn s. bei Grandidier,Oeuvres bist. 1, 10; Wattenbach, Schrift-

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