Angilbert.
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Zu den Sendungen nach Born s. Ann. regni Franc. 792 (ed. Kurze p. 90), ep. Alcuin. 25p 66,19, ep. 27 p. 69, 10 ff. und Ann. regni Franc. 796 p. 98. Die fünf Briefe von 796 sindAle. ep. 92—95 und 97 (p. 135—141). Im letzten Briefe ep. 97 p. 141,14 sagt Alchvine zuAngilbert JSTostra rusticüas avara est de talibus, vestra nobilitas lärga est de Omnibus. Me-mor esto poetici praesagii: Si nihil adtuleris, ibis, Homere, foras.^) Hoc de te tuoque itinerem-oplietatum esse, quis dubitat? Si Christum Sibilla eiusque labores praedixit venturum, curiion Naso Homerum eiusque itinera praececinä? 2 ) Zur Schenkung von St. Riquier s. Ale. ep. 9p. 35, 25 (J.790) und Ann. Einh. 796 (ed. Kurze p. 99) Angilbertus abbas monasterii S. Richarii.Zu den Bauten im Kloster s. Angilb, de eccl. Centul. libellus (MG. SS. 15,174 ff.). Zu denBüchern ib. c. 3 p. 177, 31 De libris: Evangelium auro scriptum ... I. Aliud evangelium ple-narium I. De aliis libris volumina 200. Alchvines Bitte um Jordanis Ale. ep. 221 p. 365,15St hdbeas lordanis historiam, dir ige mihi propter quarumdam notitiam verum; im J. 831war die Bibliothek von St. Riquier auf 256 Bände angewachsen, vgl. B. 11 p. 28 Omnes igiturcodices in commune faciunt numerum CCL et VI, und darunter ist N. 198 die Historia lor-danis. Die Abwesenheit vom Kloster bezeugt Angilbert selbst in einigen Briefen an Arn(Ale. ep. 147) p. 236, 31 f. und ep. 152 p. 247, 33 f. Zu Angilberts Verhältnis mit Bertha 3 ) s.oben. Freude an Schauspielen s. Ale. ep. 175 (an Adalhard) p. 290, 22 Vereor ne Homerusimscatur contra cartam prohibentem speetacula et diabolica figmenta (J. 799); freudig meldetAlchvine dem Adalhard die Sinnesänderung im J. 801 ep. 237 p. 381, 31 ff., wo es 32 heißtLicet semper honorabiles habuisset et mores trotz des Verhältnisses mit Bertha.
Die einzigen drei erhaltenen Briefe Angilberts sind an Arn gerichtet und stehen Ale.ep. 147. 151. 152 p. 236 und 246 ff. Zu den Gedichten s. unten. Zum Todestag s. Angilb, deeccl.Centul. append. p.179, 21 Eodem anno (814) vir memorabilis Angilbertus abbas ... 12 Kai.Hartii obiit. Die drei Briefe sind kein besonders günstiges Zeugnis für Angilberts Schreib-weise, der Stil ist sehr unbeholfen und erreicht die aleuinische Klarheit nicht, und die La-tinität ist in hohem Grade fehlerhaft sowohl in den Formen wie in der Syntax. Diese Briefehaben durchaus das Gepräge des ersten Teils der Lorscher Annalen.
Gedichte. Von den Gedichten 4 ) Angilberts von allgemeinerem Interessehaben sich nur zwei erhalten. Das erste N. 1 (PL. 1,358) ist ein völligesFamiliengedicht, das sich an König Pippin wendet, als er vom Avaren-feldzuge 5 ) 796 heimkehrte und erst von Angilbert in Langres und dannvom Vater und seinen zwei Brüdern begrüßt wurde. Aus dem Gedichtgeht deutlich hervor, wie nahe der Dichter dem König und seiner Familiegestanden hat. In dem zweiten Gedicht p. 360 wird Karls Ruhm gepriesenund es werden Karls Schwester Gisla, seine Töchter Hrotrud und Berthasowie einige Mitglieder der Hofgesellschaft angesungen. Das Gedicht sollsich dann in den Palast zu Karl und zu Pippin begeben und soll in dieGärten eilen, wo des Dichters beide Knaben wohnen. Angilbert scheidethier deutlich in der Anrede den König von seiner Familie durch die Kehr-verse Surge meo domno didces fac, fistula versus und Surge meis caris dulcesfac fistula versus. 6 ) Aber auch andere Kehrverse hat Angilbert angewendet,deren einer David amat vates, vatorum est gloria David zeigt, wie schwaches mit der grammatischen Richtigkeit bei ihm bestellt war. Einige kürzereGedichte sind Aufschriften und Weihgedichte') für St. Riquier. Ferner
nähme von Monac. 6413 s.X f. 7 b—9 verloren,nur in den alten Drucken (s. Dümmler, PL.1, 357 f.) sind sie benutzt. Kritische Ausgabe:PL. 1, 358—366. 414—424 (Gedichte Berno-wins; Hs.:Vat.reg.2078 s.lX— X. Kritisches:Traube, Karoling. Dichtungen S. 51—59).
5 ) Vgl. Ann. regni Franc. 796 (ed. Kurzep. 98.100).
6 ) Nach Pauli carm. 35, 5 (p. 69) Surgeiocosa, veni mecum, fac, fistida,. versus.
7 ) In N. 4. 5 f. p. 364 übernimmt Angilbertzwei Verse aus Alchvines Gedicht auf eineLaoner Kirche in N. 66, II, 8 f. p. 286.
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') Ist jedenfalls von Angilberts Rückkehran den Hof zu verstehen und kaum von denin späteren Zeiten so notwendigen Geschenkenin Rom; denn Angilbert kam mit vollen Hän-den zum Papste, vgl. Ann. regni Franc. 796p. 98. Der Vers ist Ovid. Amat. 2,280.
2 ) Zu Angilberts Gesandtschaften s.Ham-pe, Neues Archiv 21, 94 f.
3 ) Sie ist erst um 780 geboren, Angilbertwar also schon Abt, als er die beiden Söhnevon ihr erhielt; s. Leibniz, Annales Imperii1,107.
4 ) Die Hss. der Gedichte sind mit Aus-Handbuch der klass. Altertumswissenschaft. IX. 2