Dunchads Martiankommentar.
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nutzt hat, der sich nur noch auf Monac. 14666 s. IX stützt; über die ziem-lich häutige Verwertung des Consentius in karolingischer Zeit s. Keil, GL. 5,332,über mittelalterliche Aufschriften s. Manitius, Philol. a. alt. Biblkat. S. 123,I wo sich ergibt, daß der Monac. 14666 schon s. X in St. Bmmeram war. Hin-gegen stammen die zwei Anführungen aus Terentian p. 17,16 und 26, 21 f.aus Beda p.233,28 und Isidor Etym. 1, 38,14, der auch sonst vielfachangeführt wird. Die Ausgabe von Huemer ist in Bezug auf Quellen-untersuchung ganz in den Anfängen geblieben, obwohl diese gerade fürCruindmel wichtig ist, der mit seinen Quellen beinahe Verstecken spielt.Daß das Werk s. IX in St. Emmeram und in Freising wohl aus derselben Vor-lage abgeschrieben wurde, bezeugt, daß man ihm einige Wichtigkeit beilegte.
Ausgabe: Cmindmeli sive Fulcharii arsmetrica . .. Zum erstenmal hrsg. von J.Huemer,Wien 1883.
83. Dunchads Martiankommentar.
Dunchads Name wird als der des Verfassers eines Martiankommentarsgenannt in dem Codex Mus. Brit. Kings libr. 15. A. XXXIII s.IX. In dieseraus Rheims stammenden Handschrift heißt es Commentum Duncant ponti-ficis Hiberniensis quod contulit suis discipidis in monasterio S. Remigii docenssuper astrologia Capelle Varronis Martiani. Er ist wohl Lehrer des Remigiusgewesen, da dieser Dunchads Martiankommentar für sein eigenes Werk zuRate gezogen hat. Und er gehört wohl, wie Traube x ) meint, zu der irischenSippe, die in Laon ihren Mittelpunkt hatte und von Johannes, Martin vonLaon, Aldelm (dem Bruder des Johannes) und Martin von Soissons gebildet wird.Ich benutze zu den folgenden Mitteilungen den Paris. 12960 s. IX — X, derf. 25a—30b ein großes Stück von Dunchads Kommentar enthält, das sichvon p. 44,17 bis 153,33 (Eyss.) erstreckt, also die Erklärungen zu 2,159 bis5.167 besitzt, doch mit Ausnahme des dritten Buches, dessen Erklärungengänzlich fehlen; ein Vermerk am Ende von Buch 2 gibt dies an mit denWorten Deest totus Über de grammatica. Incipit de dialecüca. Außerdemfinden sich Umstellungen. Dieser Teil der Hs. ist besonders klein ge-schrieben und zwar von sehr ähnlicher Hand des 10. Jahrhunderts wie derfolgende Quaternio (f. 31a—38b), der den Anfang von De divisione naturaedes Johannes Scottus enthält. Jede Seite enthält zwei Kolumnen von41 Zeilen. — Ohne Zweifel hat sich auch Dunchad schon auf Vorgängergestützt, denn er erwähnt zu p.48,30, nachdem er das Wort Attis mitflos dicitur quem amavit Berecinthia erklärt hat, Attin Porphirücs floremsignificare prohibuit. Ferner stimmt eine beträchtliche Zahl seiner Er-klärungen mit denen des Johannes Scottus in der Weise überein, 2 ) daß manannehmen muß, beide haben die gleiche Quelle benutzt, die sie oft recht ver-schieden exzerpieren, doch so, daß eine gewisse Übereinstimmung bleibt.Jedenfalls geht aus der Erklärung hervor, daß Dunchad in einer ziemlich aus-gebreiteten Literatur zu Hause war und daß er neben Chalcidius 3 ) auch wirk-
nicht in dessen Episteln, sondern Epit. 2 p. 9,3 ff. (ed. Huemer).
*) Neues Archiv 18, 103 f.
2 ) Es sind die Stellen zu p. 46, 33. 47,
1.2.8. 50,16. 51,27. 99,13 und besonderszu 141,1 = Dunchad zu 140, 23.3 ) Vgl. zu p. 48, 25. 142, 23.