Claudius von Turin.
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Lobsprüche. Anfeindungen deswegen bei Jonas de cultu imag. 1 (Migne 106, 317 B C) undbeiDungal Responsa (Migne 105, 498 B). Die Klagen des Claudius über seine bischöflicheStellung s. ep. 6 p. 601, 16—22. 28—34. Zur Exoduserklämng s. ep. 7 p. 602, 12 Bienniumest giiod tibi direxi expositionum atque informationum Utterae et splritus in Exodo librosqwttuor, wo auch der Anfang des Werkes notiert wird;') die Zeit ergibt sich hieraus undaus dem Datum dieses Briefes p. 603,26 sub die septimo Idus Martii a. incarn. DCCCXXIII;daselbst p. 602, 21 seine Entschuldigung, daß er so spät erst zum Leviticus komme. DieBitte Theudemirs um Erklärung der Fragen zu den Büchern der Könige s. ep. 8 p. 605, 28 ff.,vgl. 35 ff. Die Widmung zu letzteren in ep. 9 p. 607, die Klage des Claudius p. 607, 11 ff.Theudemirs Vorgehen gegen Claudius ep. 10 p. 609, 2 pervenit ad manus meas epistola ex■Amis regio directa palatio, qualiter tu librum tractatus mei . . . in epistolis ad Corinthioshidicio episcoporum atque optimatum dampnandum ad eundem iamdictum palatium presen-tari feceris. Die Vorrede zur Erklärung der Bücher Josua und der Richter ep. 11 p. 609,dort Andeutungen persönlicher Gefahr p. 609, 15 ff. Die Anklagen gegen Claudius ergebensich aus Ionas de cultu imag. 1 col. 310 D, sowie aus dem Exzerpt von Claudius' Apologeti-cum. in dem die Hauptpunkte aufgeführt und durch ihn widerlegt werden. Die Zeit derSchrift Theudemirs gegen Claudius ergibt sich aus dem Exzerpt (ep. 12) p. 613, 27 eo quoddomnus apostolicus indignatus sit mihi. Hoc dixisti de Paschale ecclesiae Romanae episcopo(t 824), qui praesente iam caruit vita. Genauere Angaben über das Apologeticum machtJonas in der Vorrede zur Widerlegung Ep. 4, 354, 16—24 und De cultu imag. 1 col. 312 C(tantae prolixitatis evomuisse libellum, ut magnitudine sua quinquagenis psalmis Davidicummpei-averü Psalterium); zur Charakteristik der Schrift vgl. Amelung, Leben u. Schriften d.Bischofs Jonas von Orleans S. 26 ff. und Dümmler, Berl. SB. 1895, 434 ff., zu seiner Lehreüberhaupt C. Schmidt, Ztschr. f. d. hist. Theol. 13, 46 ff. Die Gegenschrift des Jonas Migne106, 307 ff., des Dungal Migne 105, 465 ff. Claudius' Tod zu 827 geht aus Walahfridi lib.de exord. et increm. 8 (ed. A. Knöpfler 2 p. 22) hervor Claudius qnidam Taurinensis episco-pus . . . antequam diversorum contra eum scribentium iaculis perfoderetur, suo iudiciodamnatus interiit.' 1 )
Die Kenntnisse des Claudius in der alten Literatur waren jedenfalls
sehr gering, obwohl sich ein sicheres Urteil darüber noch nicht gewinnen
läßt, da erst ein kleiner Teil seiner Schriften herausgegeben wurde. In
den Quaest. super libr. Regum 3 (Migne 104, 733B) führt er eine Stelle aus
Vergil an. Sonst kennt er den Sedulius, aus dessen Paschale Carmen er
im gleichen Werk lib. 4 (col. 805 C) einige Verse zitiert. Auch benutzt er die
Etymologien Isidors an einigen Stellen, s. ep. 9 p. 607,17 ff. und 11 p. 609,26 f.
Ueberlieferung. Die Anführungen von Hss. in alten Katalogen s. Manitius, NeuesArchiv 32, 664, wo zu Bobbio 1461 N. 48 zu erwähnen ist, daß es sich nur um das Ex-zerpt aus dem Apologeticum handelt (s. Dümmler, Berl. SB. 1895,439 n. 3), und zu Monte-cassino s. XV, daß hier wohl die Erklärung zum Römerbrief voranstand, s. ep. 5 p. 599, 8.Die Erklärung zur Genesis findet sich nur im Paris. 9575 a. 811, die zum Matthäus be-sonders im Berol. Meerm. 51 (Phillipp. 1708) s. IX—X aus Rheims, Trecensis 676 s. IX, Rom.Vallicell. C 3 s. IX (weitere Hss. s. Dümmler, Ep. 4, 593), die zum Galaterbriefe im Paris.2394 A s. XI, 3 ) zu den Briefen an Epheser und Philipper im Paris 12290 s. IX aus Fleury.- 1 )Paris. 2394 A s. XI, Vatic. reg. 98 s. XIII, zum Römerbrief Paris. 2392 s. X und 2393 s. XI,zum Korintherbrief besonders Vatic. 5775 a. 862 gewidmet von Bischof Theodulf von Der-tona an den hl. Columban, 5 ) Paris. 12289 s.IX aus Fleury (im alten Katalog nicht genannt),Paris. 2395 s. XI, zum Leviticus nur im Remensis bibl. munic.74 s. IX, zu den Büchern derKönige und Ruth 6 ) Pistor. capit. 51 s. XI, Mantuan. bibl. comm. C.V. 2 s. XI, zu den BüchernJosua und der Richter Paris. 2391 s. XII, zum Exzerpt aus dem Apologeticum Vat. reg. 200s. XI-X1I.
ep. 8
Den Empfangp. 605, 16 f.
bestätigt Theudemir
2 ) Erwähnt wird er zuletzt 827, s. Sim-son, Jahrb. d. fränk. R. unter Ludwig d. Fr. 2,264 n. 4. Sein Nachfolger Witgar, 832 nach-weisbar (s.Tardif, Monuments p.86), ist wohlder gleichnamige Kanzler Lothars I., s. Em.Comba, Claudio di Torino p. 108 n. 2.
3 ) Entspricht der Aufschrift von Limoges
s.XII(Delisle.Le cab. des mscr.2,494,120).
4 ) Wird in dem altenKataloge beiBeckerN. 29 nicht genannt, da die Schrift nicht amAnfang des Bandes steht.
5 ) Die Widmung s. bei Dümmler, Ep.4, 588.
6 ) Hss. befanden sich ehedem in St.Pons-de-Tomieres und bei Benedikt XIII.