Notker der Stammler.
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Die alte Aufschrift aus St. Gallen heißt (Weidmann, Gesch. d. Bibl. S. 417)A 15 Epistola Notkeri monachi congregacionis nostre poete peritissimi ad Hart-mnnum. Notkerus praedictus de vita S. Galli ad eundem Hartmannum perModuln dialogi III libri prosaice metriceque metro vario atque pidcherrimo.Die Reste stehen im Sangall. 395 s. XV, s. v. Winterfeld, Neues Archiv 28,63 ff. Das Verständnis der Reste ermöglichte derselbe, Neues Archiv 27,744—751, besonders durch Erklärung schwieriger und anscheinend sichwidersprechender Stellen.
Martyrologium. Die Abfassungszeit 896 geht aus der Erwähnung Hattosvon Mainz und des von ihm gestifteten neuen Klosters sowie des Papstes For-mosus zu VII Kai. Mai. hervor. Das von Notker benutzte Werk*) Ados (vgl.daslndiculum Isonis aus Sangall. 566 p. 113 abgedruckt von Canisius, Lect.ant. 6, 452, sowie Notkeri martyrol. 10 Kai. Iun. bei Migne 131,1086 D und1087 A) befindet sich im Sangall. 454 und 455. Notkers Werk steht imSangall. 454 und reicht nur bis 26. Oktober. Außerdem Monac. 5256 s. XIIf. 1—102. Ausgaben: Canisius, Lect.ant.6,759—932; Migne 131,1029—1164.Vgl. Dümmler, Forsch, z. deutsch. Gesch. 25, 202.
Musik. Der Brief an Lantbert steht im Sangall. 381 s.XI p. 6, danachherausgegeben von Dümmler, St. Gall.Denkmale S. 223f. (Schubiger S. 10 n. 2).Über die musikalischen Zeichen s. Scbubiger, Die Sängerschule St. GallensS. 6—13, wo auch p. 5 über die zwei römischen Sänger Petrus und Romanusnach Ekkehart IV. cas. S. Galli 47 (p. 170 ff. ed. Meyer v. Knonau) und einerBemerkung im Sangall. 578 (S. 5 n. 3). Daselbst c. 47 (p. 175) erwähnt Ekke-hart den Brief quas postea cuidam amice quaerenti Notker Balbidus dilucidavit,cum et Martianus quem de Nuptiis miramur virtutes earum scribere molitus est.Sigebert de scr. eccl. 108 schreibt Notgerus abbas scripsit librum de musicisnotis et symphoniarum modis, ut possit quivis videre et intelligere, quomododifferant a se intervalla sijmphoniarum, Johannes Cotton (Gerbert, SS. de mus.sacra 2,231) De Martiale 2 ) Ottone Notkero quorum libros tu utpote in hacarte probatissimorum diligenter perspexisse diceris.
Die Hs. ist Valentian, 325 s. X und wird zu St. Amand s. XII erwähnt (Mangeart,Catal. des mscr. etc. S. 33 N. 22) et cum musica Otgeri et enchiriadis. Der Aufsatz vonMorin 3 ) steht Eev. Bened. 12,394 (L'auteur de la Musica enchiriadis). — Die Schrift an Erken-liard (Erkenhardo discqmlo de quattttor quaestionibus computi im Paris, nouv. acq. 229, hrsg.von G. Meier, Die sieben freien Künste i. Mittelalter (Einsiedeln 1886) im Anhang; Ver-besserungen hierzu aus einer Münchener Hs. von Steinmeyer, Ztschr. f. deutsch. Altert.37. 274ff. — Kurzes Leben Notkers von Meyer v. Knonau, Mitteil. d. antiqu. Ges. in Zürich19, 4, 3-17 (1877).
') H. Zimmer (Berl. SB. 1909,584-591)sucht zu erweisen, daß die Stelle zu 5. Id.Iun. über Columban auf einen gleichzeitigen,unabhängigen Bericht von Columban oder Gal-lus oder von einem ihrer Genossen zurück-geht. Dagegen erklärt sich Br.Krusch, Neues
Archiv 35, 275.
2 ) Martiano ist zu lesen.
3 ) Hier korrigiert Morin seine frühereAnnahme (Rev. Bened. 8, 343—357), daf3 dasWerk von Otker von Saint-Pons de Tomieresstamme (s. besonders S. 354 ff.).