Hincmar von Rheims. Prudentius von Troyes.
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Eucharistie und die Trinitätslehre verbreitete und in Gedichtform, anscheinendpolymetrisch, abgefaßt war, nur wenige Verse erhalten. Als im Jahre 869Hincmar von Laon sein besonders aus Pseudoisidor kompiliertes Werk überdie Berechtigung der Suffraganbischöfe zur Appellation nach Rom gegen dieMetropoliten, mit den Widmungsversen an König Karl, seinem Oheim über-sendet hatte, schrieb dieser sein Werk der fünfundfünfzig Kapitel als Ent-gegnung, dem er die Verse des Neffen sowie ein eignes größeres Gedichtvoranstellte, das sich in überaus scharfen Ausdrücken und mit schulmeister-licher Zurechtweisung über das Werk des Neffen ergeht. Verloren ist einGedicht Hincmars De fönte vitae, das man später in Toul und vielleichtin Avignon besaß. Hincmar dichtete sich selbst seine Grabschrift und erstarb am 21. Dezember 882. Unter die Heiligen der Kirche ist der streit-bare Erzbischof nicht aufgenommen worden.
Zeugnisse. Hauptdarstellungen für sein Leben sind: C. v. Noorden, Ilinkmar, Erz-bischof von Rheims, Bonn 1863, und H. Schrörs, Hinkmar. Erzbischof von Reims, Freiburgi. Br. 1884. Vgl. Freystedt iu Prot. Realenzykl. 8, 89. Die Hauptquelle ist Flodoard, Hist.Rem. ecclesiae Buch 3 in MG. SS. 13. 475 ff., wo auch die Aufzählung seiner Werke. ZurJugend vgl. Schrörs S. 9—14, zur fränkischen Abstammung v. Noorden S. 1 f. Die inter-essante Stelle zu den Cynegetica des Nemesian steht Opusc. et ep. in causa Hincmari Lau-dun. 24 (Migne 126, 383 C) und heißt aliter respondere non potui nisi ut venatores feraelustra sequentes agere auditu et lectione puer scolarius in libro qui inscribitur CynegeticonCarihaginensis Aurelii didiei, hac illacque discurrendo, retrogradem etiam vestigia repetendo,anfractus tuos vestigando explicare studerem . . . quin potius tuam novam praesumptionemadiens ,mille vias tristesque labores Discursusque citos securi praelia ruris'. Die Ueberliefe-rung dieses Werkes weist ganz nach Frankreich, es fand sich s. XI zu St. Oyan (Delisle,Le cab. des mscr. 3, 385 ff. N. 89), und diese Hs. könnte Paris. 7561 s. X sein, da weder derInhalt von Paris. 4839 noch von Vindob. 3261 mit der alten Hs. von St. Oyan übereinstimmt.Zu den Verhältnissen bis zur Berufung an den Hof Karls d. Kahlen s. Schrörs S. 15—25.ZuEbo s. Noorden S. 19 ff. und Schrörs S. 27 ff., Hauck 2, 508 f. Um 830 bat Ebo denBischof Halitgar von Cambrai, aus den Werken der Väter und den kanonischen Satzungeneinen Liber paenitentialis zu schreiben, s. MG. Ep. 5, 616 f. N. 2; Halitgar kam dem Wunschenach, Ep. 5, 617 II. Die Schrift findet sich im Sangall. 277 s. IX und 570 s. IX. In einemalten St. Gallischen Kataloge steht unter Ebos Namen (B. 23, 21 und 23) Ebom's episcopi deTill prineipalibus vitiis, worunter kaum dieses Bußbuch verstanden werden kann. 1 ) EinAbt Petrus schenkte dem Ebo eine Prachtbibel, die er ihm mit 46 Hexametern widmete(s. PL. 1, 623 f.), die sich durch ungewöhnlich starken Reim auszeichnen (Penthemimeresund Ende, und zwar in ganzen Reihen, wie in den Gedichten Godescalcs) und dadurch Ur-sprung aus der Reimser Diözese (Hautvilliers) verraten, vgl. Traube, PL. 3, 710 n. 2. DasApologeticum Ebbonis Neues Archiv 25, 361. Zum Prädestinationsstreit s. Noorden S. 51 ff.und Schrörs S. 88 ff. Dem ersten (nicht erhaltenen) Werke Hincmars über die Prädestinationging ein ausführliches Schreiben an die Geistlichkeit seines Sprengeis voran, s. unten; überdie zwei Werke s. Schrörs S. 136 und 142 ff. Zur Trinitätsfrage Schrörs S. 150 ff. ZurSchrift über die Sakramente s. Flodoard 3, 29 p. 554, daselbst zum Werk über Bildervei - -ehrung. Die von Hincmar in den dogmatischen Werken zitierten Vaterstellen sammelteSchrörs S. 167—173, die Stellen aus christlichen Dichtern s. Manitius, Wiener SB. 121,VII, 6. 10 f. 14 f. 20. 23 f. Zum Ehestreit Lothars IL und Thietbergas s. Schrörs S. 175—205und Hauck 2, 547 f. Zu Hincmar von Laon s. Schrörs S. 315 ff., zur Schrift De regis per-sona daselbst S. 385 ff., zu De fide Carolo regi servanda daselbst S. 355 ff., zum Schreibenan Ludwig d. Stammler S. 417 f., zum Schreiben an Karlmann S. 440 f. Zur Vita S. Remigii s.Schrörs S. 446 ff.; zu dem angeblichen alten Werke s. den Prolog (Migne 125,1129 A) ßdelirelatione didiei, a suis maioribus audierunt narrari, eos vidisse librum maximae quantitatismanu antiquaria scriptum de ortu et vita ae virtutibus atque obitu, b. Remigii; das Folgendeenthält die Geschichte seiner allmähligen Vernichtung (col. 1130 A) ut pauca et dispersa indefolia reperta fuerint. Zur Fälschung in dieser Vita Remigii s. Krusch, Fortunati opera 2p. XXII und Neues Archiv 20, 509 ff. Ausgabe von Krusch, SS. rer. Merov, 3, 239—341.
') Außerdem war dies Wei'k in Stablovorhanden, s. Gottlieb, Ueb. mittelalt. Bibl.S. 288, 167 Ebo de octo prineipalibus vitiis. In
Limoges besaß man s. XII (Delisle', Le cab.des mscr. 2, 502 N. 278) Decreta Ebonis epi-scopi.