Walahfrid Strato. 307
Verzeichnis der von Reginbert abgeschriebenen Bücher bei Becker n. 10;*) seineSchüler Grimald und Tatto sandten ihm eine Abschrift des Normalexemplars der RegelBenedikts, der Brief steht Ep. 5, 302 N. 3, 2 ) die Hs. selbst ist in Reginberts VerzeichnisN. 20, vgl. Traube, Textgeschichte d. Reg. Bened. S. 692. 723. Ein weiterer Brief Grimaldsund Tattos (an Heito) steht Ep. 5, 305 N. 5. Die sechste Hs. aus Reginberts Katalog s. Libri'sCatalogue p. 246 n. 1112 Libellus Plenii secimdi de diversis in orbe signis. Zum Rest einer-Sammlung lateinischer Verse Reginberts (vor 842) in einer Cheltenhamer Hs. vgl. Revue cri-tique 1889 S. 300. Daß Walahfrid sehr zeitig dichtete, besagt die Aufschrift im Sangall. 869s. IX. p. 202 Versus Strahl Walahfridi quos post annum aetatis XV edidit de rebus diversis;die Aufschrift lehrt aber auch, daß Walahfrid selbst ein Korpus seiner Dichtungen anlegte,in dem die ersten Jugendversuche -wohl ausgeschlossen waren; daß aber die richtige Reihen-folge im Sangall. 869 gestört ist, hat Dümmler, PL. 2, 350 n. 1 mit Recht bemerkt.
Zu Wettis Tod und vorausgegangener Vision s. Heito in der Praef. zur Visio WettiniPL. 2, 267; die Aufforderung durch Adalgis s. Vis. Wettini Walahfredi PL. 2, 302, 4 ff. DaßErlebold und Tatto gegen die Arbeit waren, sagt Walahfrid ib. p. 302, 25 ff.; die Alters-bestimmung ib. p. 303, 3. Die Widmung Grimaldo capellano Strabus Walahfridus ib. p. 301;hieraus wie aus der Aufschrift im Sangall. 869 ergibt sich, daß Walahfrid seinem Namendas Wort Strabus oder Strabo 3 ) vor- und nachsetzte; zum Namen Strabus vgl. Carm. 23app. 1—4 p. 378 und Carm. 12, 7 p. 359 Respice quem torto spectare videbis ocello (s. hierzuv.Winterfeld, Rhein. Mus. 60, 35).
Die Namen der drei Freunde, die den Walahfrid zur Bearbeitung der Vitae Mammaeaufforderten, s. in der Praef. p. 275, 13 ff., die in asklepiadeischen Versen 4 ) geschrieben ist;Lokales und Persönliches s. Vita Mammae 1, 1—10 p. 277. Der Presbyter Felix, der Walah-frid zur Bearbeitung des Martyriums von Blaithmacc aufforderte, gehörte wohl auch nachReichenau, sein Name steht im dortigen Nekrolog zum 1. Oktober, s. Dümmler, PL. 2,297 n. 7; das Jahr der Ermordung Blaithmaccs (Blaithmaic ist der Genetiv) ist 827, s. Zim-mer, Neues Archiv 17, 210. Die Geschichte Blaithmaccs hat Walahfrid von einigen nachdem Kontinent gelangten Flüchtlingen aus Hy gehört, die auch (nach Zimmer S. 210) dievor 714 geschriebene (von Dorbene von Hy) Hs. der Vitae Columbae aus Jona mitbrachten,die heute in Schaffhausen liegt. Zu den Iren in Reichenau s. Carm. 45, 12 und 13 f. p. 394.Zum Gedicht über den Gartenbau s. unten. Zum Aufenthalt in Fulda s. die Aufschrift vonCarm. 9 p. 358 Ad Maurum Hrabanum abbatem Fuldensem magistrwn suum.
Zur Herausgabe von Werken Hrabans s. Aretin, Beytr. z. Gesch. u. Lit. 7, 518; Monac.(5221 s. XII (Anfang des Exoduskommentars), 6227 s. X — XI (Exodus-Leviticus-Numeri-Kom-mentar) mit Versen PL. 80, 2 p. 417; Namen der menschlichen Glieder Hs. zu Amiens 110s. XII f. 21 a und Monac. 14754 s. X f. 80 b (mit althochdeutscher Uebersetzung). Die Em-pfehlung Hildvins ergibt sich aus Carm. 29, 5—8 p. 383, vgl. Ebert, Ber. üb. d.Verh. d.Sachs. Ges. d.Wiss. 1878, 102; Verhältnis zu Judith und Karl Carm. 23 a, 4 ff. p. 378, 26p. 382, 5 ) Ermahnungsgedicht an Karl Carm. 28 p. 382. Ganz geistlich ist das Gedicht anDrogo N. 5 p. 353 ff. Das Gedicht an Graf Konrad N. 37 p. 387 ist voll von Ergebung undEhrfurcht, die Widmung des Märtyrergedichts s. Carm. 21, 31, 2 ff. p. 369; die Hendekasyl-lahen nach Boethius Consol. 1 metr. 4 oder Prudent. Cath. 4 und Peristeph. 3. Auch gegen-über Adalheida ist das Lob stark aufgetragen, vgl. Carm. 29, 17—20 p. 391.
Im Gedicht an Modoin benutzt Walahfrid die Mosella desAusonius, die auch Walah-frids Schüler Ermenrich in den seinem Briefe an Grimald eingelegten Gedichten reichlichausschreibt, s. Dümmler, MG. Ep. 5, 569. 577 f. Schon Beda und Lul von Mainz habenKenntnis des Dichters aus Exzerptensammlungen, s. Auson. ed. Peiper p. LI ff.; sonst kenntihn Paschasius Radbertus Vitae Walae 1, 9; keine Aufschrift in alten Katalogen s. IX undX nennt den Dichter, die älteste ist Bobbio s. X—XI (B. 32, 416. 610). und ich kenne über-haupt nur acht mittelalterliche Bibliotheken, 0 ) in denen Ausonius erwähnt wird.
Das Gedicht an Prudentius ist N. 61 p. 403; Prudentius widmete der Judith einenAuszug der Psalmen im Vatic. 84 s.X, Vat.reg.T91 s.XI, Paris. 3761 s. XIII, Monac. 18610und 18741 s. XV, 7 ) vgl. Ep. 5, 323 N. 17; an ihn richtete 817 ein Dichter Verse PL. 1, 579
) Darunter (10,2) ein Band, in dessen j phil. 2 metr. 2 od. 3 metr. 8. AuchHraban wandte
Anfang Königs-, Konsular- und Kaiserfastenvon Rom, ein anderer mit den Chroniken vonEusebius bis Mellitus, Isidor und Beda. Vgl.
es im Hymnus de epiphania an (PL. 2, 247).
5 ) Ein Gedicht schreibt er für Karl anHeribald von Auxerre, N. 30 p. 384.
Abhdl. d. Sachs. Ges. d. Wiss. 8, 573 f. 6 ) Bobbio, St. Oyan, Glastonbury, Peter-
borough. Amplonius von Ratinck, Pavia, Flo-renz S. Spirito und Urbino.
7 ) Die Schrift war s. XII in S. Angeli adet fine Mammae PL. 2, 277. I Formas (B. 120,136) Prudentü in flores p>sal-
) DiesVersmaß stammt ausBoeth. de cons. morum.
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In dem Briefe werden die kritischent-h'undsätze für die Abschrift entwickelt.
Vgl. hierzu die Aufschrift zu De vita