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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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242 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

lieh mit seiner Familie in Spanien niederließ; seine Nachkommen gingennach Irland!

Nach Thurneysen (Ztschr. f. deutsche Phil. 28, 84 ff.) verarbeitete derVerfasser des Jahres 679 Exzerpte, die der Run map Urbgen aus einemLiber s. Germani ausgezogen hatte, zu einer Geschichte Britanniens, derer eine im Carnot. erhaltene Einleitung voranstellte. Dies Werk aber wurdebald interpoliert, zunächst durch den Abschnitt De origine Britonum, danndurch den sog. Nennius (oder Nemnius, auch Nemnivus, s. S. 95) ungefähr831, in zwei Rezensionen; auf ihn gehen wohl auch die Genealogien c. 5761zurück. Nennius begann seine Arbeit wohl in Südostwales und beendetesie in Nordwales, wahrscheinlich in Anglesey. Bis 859 hatte er ein Exem-plar seines Werkes fertiggestellt (die Harleianrezension), doch veränderteer die Arbeit später, durch Beulan dazu bewogen, indem er die Genealogiender englischen Fürsten und den ganzen Schluß der alten Britengeschichtewegließ und Motivierungen für seine neue Ausgabe hinzufügte (S. 103).

Ueber das Fortleben s. Mommsen S. 132 f.: Die Hist. Britonum wurde benutztvon Beda, Heiric (durch Vermittlung des Marcus), Cormac mac Cuilennain, dem Verfasservon Cantabr. coli. corp. Chr. 188 s. X (p. 172, 1 M.), Hugo von Flavigny, dem Chronicon Veda-stinum, Lambertus von St. Omer, Galfredus Monumetensis u. a. Ausgaben: Nennii hist.Britonum rec. J. Stevenson, Lond. 1838. Mon. hist. Brit. I (ed. Petrie), 47. Mommsen,Chron. min. 3, 113222. Zu den Versen S. 144 S.V. H. Friedel, Ztschr. f. kelt. Phil. 3, 112ff.