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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
Entstehung
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81
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Beda. g]^

de naturis rerum Bedae presb. liber excerptus ex diversis IIb. I. Vielleicht fand sichauch ein Kommentar in Bordesholm 1488 (Merzdorf, Bibl. Unterhaltungen 2, 39) G 11Beda de temporibus. Elusdem libri et tractatus. Die Schriften selbst fanden sich bis s. Xnach den alten Katalogen in Reichenau (Becker 6, 338. 342. 343. 10, 3. 42), in St. Riquier(B. 11, 96 f.), in Konstanz (B. 15,168 ff. de temporibus Volumina VI), in Würzburg (B. 18 5),in St. Gallen (B. 22, 196), in Lorsch (B. 37, 278. 282), in Murbach (Straßb. Philvers. 267, 184ff.272.26), in Fleury (B. 29, 82), in Cremona (B. 36, 62) und in Egmond (Arch. v. Nederl. Kerk-geschied. II, 146). Mehrmals wird in diesen Aufschriften der Liber de rat. temporum mitdem Namen Computus bezeichnet, denn was unter dem Namen De ratione computi in BedasWerken gedruckt 1 ) ist, ist nur ein in Frage und Antwort gebrachter Auszug aus BedasSchrift und gehört dem Beda keinesfalls an, da es nicht glaublich ist, daß dieser dengleichen Stoff dreimal behandelt habe. Auszüge aus Schriften Bedas wurden schon frühangefertigt, wie Canterbury S. Aug. s. XV (James, The anc. libr. of Canterb. and Dover 364)1429 Excerpcio de compoto Bede und das Verzeichnis bei König Aethelstan s. X (Gottliebp. 278 excerptiones de metrica arte) beweist. Auch hat man früh zwei Kapitel aus De temp.ratione als selbständige Schriften ausgeschieden, die aber, wie die Hss. erweisen, in das größereWerk gehören, obwohl sie dort nicht gerade im engsten Zusammenhang mit der sonstigenMaterie stehen. Es sind 2 ) cap. 1 De computo vel loquela digitorum, z. B. im Verzeichnisvon Crepy s. XII (Bibl. de l'ec. des chartes 63, 484) 63 Liber de computo vel loquela dictorum(1. digitorum, cf. Paris. 10851 f. 28 und Bern. 110 s. XI f. 1 ,Inc. I capitulum Bede de com-poto fei loquela digitorum' und die Aufschrift aus St. Gallen 1461 (Weidmann, Gesch. d.Stiftsbibl. S. 417) D 15 Beda de temporibus, de computo vel loquela digitorum; gesondert er-halten auch im Matrit. A 16 s. XII, wo f. 24 interessante, auf alte Vorlagen zurückgehendeBilder zur Erläuterung gegeben sind, vgl. P. Ewald, Neues Archiv 6, 285) und cap. 4 Deratione unciarum, z. B. in Tegernsee s. XI (B. 57, 35) de partibus laicae, wo unciae zu lesenist, und wo ein Werk vorhergeht, das nicht dem Beda, sondern Gerbert gehört: de divisioneet coacervatione numerorum. Mehrfach werden Hss. genannt, in denen sich gezeichneteSternbilder befanden, so in Gorze s.XI (Rev. Benedict. 22, 5) 58 Libri compoti eins (sc. Bedae)maiorcs integre consummati duo, tertius inconsummatus in ßne XII signa habens depictaund in Anchin s. XII (B. 121. 64) Beda de temporibus cum cronica et ratione signorum, pictisetiam signis. Handschriften: Paris. Sorb. 1827, S. Germ. 989. 5239. Monac. 246 s. IX. Valen-iian. 166 s. IX. Sangall. 248 s. IX. 251 s. IX. Ottobon. 67 s. X. Berol. Phillipp. 1831 s. IX. Vgl.Werner, Beda S. 107145. Cantor, Vorlesungen 2 1,775780.

Historisch-biographische Werke.

Historia ecclesiastica gentis Anglorum. Auf Veranlassung desAbtes Albinus von Canterbury schrieb Beda ein umfängliches historischesWerk über die Kirchengeschichte seines Vaterlandes, das er im Jahre 731beendete und dem König Ceolwulf von Northumbrien widmete (s. oben).Das war bei der Zersplitterung der angelsächsischen Reiche und bei dergroßen Entfernung des Doppelklosters von dem Metropolitansitze Englandsein schwieriges Unternehmen. Beda sicherte sich aber, wie wir schonsahen, die Mithilfe der meisten zeitgenössischen Kirchenfürsten seinesLandes und der bedeutendsten Stifter. Wie er seinem Stoffe gegenüber-stand, spricht er am Ende seines Widmungsbriefes klar aus: (p. 8 PL)Lectoremque suppliciter obsecro ut si qua in Ms quae scripsimus aliter quamse veritas habet posita reppererit, non hoc nobis imputet, qui, quod vera lexhistoriae est, simpliciter ea quae fama vulgante collegimus, ad instructionemposteritatis litteris mandare studuimas. Und Beda konnte wohl Zuversichtzu der Treue seiner Quellen haben, da sie ihm von den Orten zuflössen,wo die beste Berichterstattung zu finden war. So war es ihm möglich,die sichersten Erkundigungen einzuziehen und außerdem durch reichlicheBenutzung der Stiftsarchive den ihm zufließenden erzählenden Quellen ein

') Bei Migne 90, 579600.

2 ) Vgl. M. Cantor, Vorles. üb. d. Gesch. d. Math. 2 1, 780.Handbuch der Mass. Altertumswissenschaft. IX, 2.