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Teil der Schläfensclmppe (os squamosum). der durch eine grössereAusdehnung des Parietale und Sphenoideale ersetzt wurde, was anA T ogelartige Schädelbildungen erinnert. — Bei einem Sträfling inFerrara fand er einen Stilo'-mascellar-Muskel. wie beim Pithecus.und den vorderen Bauch des Digastricus zwerchfellartig gebildet,wie beim Pferd.
6. Physiognomien russischer Prostituierter. — DieDr. Tarnowsky (Arch. di psich. XIV, Heft I — II) sendet unssoeben eine ihrer würdige Gabe, nämlich eine prächtige mit Photo-graphien versehene Studie über 100 aus derselben Stadt (Moskau)stammende und im gleichen Alter. 18—22 Jahre, stehende Prosti-tuierte. Im Gegensatz zu den Verbrecherinnen sind sie. wenn auchnicht durchgängig, so doch relativ, sehr schön; doch fehlt auchbei ihnen der Typus nicht, den wir als Verbrechertypus zu be-zeichnen pflegen.
Dieser Typus findet sich speciell bei Nr. 18. 23. 16. 2. 3.10: ziemlich unvollständig (halber Typus) bei 15 °/ 0 ; manchmal tritter auch in Verbindung mit den Charaktermerkmalen der zum "Wahn-sinn Beanlagten auf. wie bei 17. 18. 19. 22. 23. die mit ihremAugenverdrehen. ihrer zerfahrenen Physiognomie und ihrer Gesichts-asymmetrie an die Insassen der Irrenhäuser, besonders an diemaniacalischen erinnern.
Merkwürdig ist auch die Monotonie ihrer Physiognomie, dieviel ausgesprochener ist als bei den Verbrecherinnen. Die 1.. 2..3.. 4.. 8.. 12.. 14. scheinen das gleiche Gesicht zu haben, und zwarkommt das von der starken BntAvicklung der Unterkiefer, derJochbeine und von dem reichlichen Haupthaar.
Auch eigentliche Schönheiten fehlen nicht: so die 25.. diefast für eine russische Helena gelten könnte; und die 20.. die. ab-gesehen von der Härte ihrer Gesichtszüge, sehr schön ist. Die 15ersten würden alle, wenn man sie auf der Strasse träfe, als Schön-heiten gelten können; auch unsere Koketten, die am meisten Zu-lauf haben, weisen diesen selben Typus auf.
Dieses spärliche Auftreten des Verbrechertypus und das Fehlenbrutaler Züge könnte gegen unsere Theorie sprechen, dass dieProstituierten nur ein Äquivalent der Verbrecherinnen darstellen.Aber abgesehen davon, dass auch die wahren Verbrecherinnenweniger vertiert aussehen als ihre männlichen Kollegen, handeltes sich hier um ganz junge Personen, bei denen die sogenannteEselsschönheit (bellezza deU'asino) die Anomalien verdeckt und mas-kiert, dank der Fülle der Fettpolster, der Frische des Fleischesund dem Fehlen jeglicher Runzeln. Auch muss man berücksichtigen,dass sich mit einigen Degenerationszeichen. wie z. B. sehr dichtem