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Spalten treffen. Bei den Primaten sind die Dimensionen der Spalte\xm so kleiner, auf je niedrigerer Stufe sie stehen, wenigstens früher.Gigantische Spalten müssen demnach als Entwicklungshemmung,nicht als atavistischer .Rückschlag angesehen werden, als solchermüssen dagegen die engen Spalten aufgefasst werden.
Dies sind die Resultate, zu denen Tanzi gelangte. Ardü 1 )wendet dagegen ein: Wie kann er, der Gegenbauers Behauptung,dass diese Spalte von den Fleischfressern an aufwärts dem Gesetzeiner progressiven Verkleinerung unterworfen, als nicht bewiesentadelt, seinerseits kurz und bündig behaupten, dass der infantileTypus eine Entwicklungshemmung und nicht eher, wenigstens ineinigen Fällen, ein atavistischer Rückschlag sei? Vielleicht darum,weil er am Kinderschädel die Regel bildet? Dies scheint keinkategorischer Beweis, und abgesehen davon, dass er nichts davonerwähnt, ob nicht auch an Kinderschädeln ein anderer Spalten-Typusauftreten könne, sehen wir, dass bei den niedrigen Rassen (Negern)der pithecoide Typus seltener, bei pathologischen Schädeln (Wahn-sinnige) dagegen häufiger vorkommt als der infantile. Ferner istnicht gesagt, dass ein atavistischer Rückschlag ausschliesslich bei denAnthropoiden vorhanden sei, weil bei ihnen die Spalte am engsten,ebensowenig ist bewiesen, dass sich für die gigantische Spalte keinephylogenetischen Gegenstücke finden sollen. Wie können wir alsounterscheiden, ob diese wirklich auf einer Entwicklungshemmung,oder nicht vielmehr auf einem uralten Atavismus beruhe?
Wirklich klargestellt hat Tanzi die Beobachtung, dass dieseÖffnung bei den Affen weniger weit ist als beim Menschen; einFaktum, dem Tanzi, wie Gegenbauer selbst in seiner Hypothese,die Bedeutung höherer Entwicklung zuschreibt.
4. Jd. — Ardü 1 ) untersuchte auf meine Veranlassung undan meinem Material, wie diese Spalte sich bei Epileptikern, Kretinenund Verbrechern verhalte. Hier eine Zusammenstellung der vonihm erhaltenen Zahlen.
Untere Orbitalspalte bei
' H Epilep- 42 Ver- 14 Kretins.'
tikern. brechern.
Länge Breite Länge Breite Länge Breite
Grösste. ...... 8ÖjcT" 14,4 100,0 ~CT 80,0 193
Geringste...... 68,6 4,0 44,4 4,3 70,0 5,1
Unterschied zwischen die- >
sen beiden .... 11,4 10,4 55,6 13,8 10,0 14,4
Verhältnis in o/ Q . . . g5,7 27,8 44,4 23,4 87,5 26,1
Allgemeines Mittel . . . 67,2 9,0 72,8 9,66 74,8 10,8
') Archivio cli jjsichiatria etc., Bd. XIV. Heft III, 1893.