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bildet das hauptsächlichste Studium Brockwavs; und aus dieserKenntnis leitet er die Mittel ab. die zu dem erstrebten Ziele derBesserung führen sollen.
Diese Mittel bestehen für das Physische in der Ausbildungdes Muskelsystems: Duschen. Massage. Turnen, gute Diät; — undfür das Moralische in Stärkung des ^Willens und darin, dass derHäftling zu seinem eigenen Herrn und zum Mitarbeiter an seinerBefreiung gemacht wird. Die Entlassung wird ihm gewährt, sobalder zeigt, dass er sich gebessert hat und die Aufsicht entbehren kann.
Der Gefangene hat gleich nach seiner Ankunft ein Bad zunehmen und wird in die Anstaltsuniform eingekleidet. Dann wirder photographiert, in die Register eingetragen, ärztlich untersuchtund geimpft.
Zwei Tage lang wird er alsdann in eine Zelle gesperrt, damiter über sein Vergehen nachdenken und sich auf die Besserung vor-bereiten kann. Am dritten Tag wird er vor den Intendanten ge-führt, der sein Temperament und seinen Charakter soweit zu prüfensucht, dass die möglichst rationellste Heilmethode angewandt werdenkann.
Die Gefangenen sind in drei Kategorien eingeteilt:
Die erste enthält die Guten.
In die zweite werden die Ungewissen (halbgutartigen, halb-bösartigen) eingereiht ad experimentum.
Die dritte umfasst die Perversen und die schwer zu Bessernden.
Für jedes Individuum giebt es neun Noten, nämlich:
Drei für das Betragen;
drei für die Arbeit;
drei für die Fortschritte in der Schule.
Der Gefangene, der sechs Monate hindurch jeden Monat neunNoten erhält, wird in die erste Kategorie befördert und kann dieFreiheit erlangen.
Ferner placiert der Intendant den Sträfling je nach seinenNeigungen und seinem Bildungsgrad in eine Primarklasse oder einetechnische Klasse oder in eine industrielle Abteilung, damit er sichan einen Beruf gewöhne; zugleich macht er ihn mit seinen Pflichtenund Rechten, den Privilegien des Institutes und den Bedingungen,unter welchen er die Freiheit erlangen kann, bekannt.
Man sucht den Sträfling zu einem Berufe zu erziehen, durchwelchen er nach seiner Freisprechung auf ehrliche Weise seinenLebensunterhalt verdienen kann. Dies ist die erste Sorge derDirektion.
Die Statistik erweist, dass 75°/ 0 der Verurteilten keinen festenBeruf hatten, und dass 94% der Vergehen gegen das Eigentumgerichtet waren.