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hin und wieder rasch einen Blick in die.Zelle und auf die Arbeitdes Gefangenen werfen und im grossen und ganzen darauf achton,dass die Hausordnung richtig befolgt wird."
..Darauf — und vielleicht noch auf einen ebenso flüchtigenBesuch des Lehrers oder des Geistlichen — beschränkt sich dieThätigkeit derer, deren Aufgabe es ist, die Schuldigen zu bessernund auf den Weg des Guten zurückzuführen."
„Wir sind also noch recht weit von jenem Spital für moralischeKrankheiten, jener Musteranstalt entfernt, von der vielleicht dieQuäker, Howa'rt und Ducpetiaux geträumt haben."
„Wir stehen vor der Einsamkeit und dem engherzigen For-malismus der Gefängnisse und fragen uns. ob wirklich der Mannaus den niedrigen Klassen einzig und allein durch Einsamkeit undFormalismus regeneriert werden kann."
„Die freiwillig aufgesuchte Einsamkeit, ja. das ist etwas ganzanderes; sie erhebt die Seele des Poeten, der angeekelt von demvulgären Treiben der Menschen in das Reich der Ideale flieht!Aber wie verhält das sich mit der unfreiwilligen Einsamkeit, diesolch einem armen Teufel auferlegt wird! Er wird dadurch höchstensseinen eigenen nichtigen, inhaltslosen Gedanken und seinen nie-drigen Instinkten überantwortet, und dadurch kann sein moralischesNiveau nur sinken."
„Was all diesen Vagabunden. Verdorbenen und Verkommenen,welche die Gefängnisse anfüllen, zumeist gefehlt hat, war eine an-ständige Umgebung, gute Beispiele, thatkräftige Unterstützung undvielleicht ein bischen Liebe! Und nun erstickt man bei ihnen diesocialen Instinkte bis auf den kleinsten Keim herab und bildet sichdabei ein, dass man ihnen ihr sociales Milieu und alles, was ihnenfehlt, durch ein paar oberflächliche Visitationen von Aufsehern er-setzen könne, die selber aus den zweifelhaftesten Gesellschafts-schi chten hervorgegangen."
,,Lehrt man ein Kind dadurch gehen, dass man es ewig amGängelband führt, ihm Furcht vor dem Fallen einflösst und esdazu anleitet, sich stets nur auf andere zu verlassen?"
„Bringt man einem Menschen dadurch die Fähigkeit bei. sichin der menschlichen Gesellschaft angemessen zu bewegen, dass manihn in einer Zelle von allem und jedem socialen Leben absperrt,dass man ihm auch den letzten Schimmer einer moralischen Gym-nastik nimmt, indem man von früh bis spät die kleinsten Einzel-heiten seines Tagelaufes, alle seine Bewegungen, ja sogar alle seineGedanken zu regeln sucht?"
„AVird er dadurch nicht von allen Lebensbedingungen ab-geschlossen, muss er nicht die Bewegungfreiheit — auf die manihn doch vorzubereiten behauptet, geradezu verlernen?"